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Energie- und Trendwenden gestern, heute und morgen

Die politischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien des vergangenen Jahres waren richtungsweisend und genauso könnte die Prognose für das nächste Jahr aussehen. Das erste Mal waren die Erneuerbaren Energien im Strommix der wichtigste Bestandteil in Deutschland. Mit einem Anteil von 27,3 Prozent lagen sie vor dem einstigen Spitzenreiter fossiler Energie, der Braunkohle. Auch der klimaschädliche Stromverbrauch mit Steinkohle ist laut einer Agora-Energiestudie im Jahr 2014 auf das zweitniedrigste Niveau seit 1990 gesunken.

 

Zunächst ist ein Degrowth auf dem Gebiet der Nuklearenergie zu verzeichnen. Gemäß einer Statistik der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) wurde weltweit mit dem Bau von drei Atomkraftwerken begonnen – im Vorjahr waren es Zehn. Auch die Zahl Atomkraftwerke, die in Betrieb sind, ist zurückgegangen. Dahingegen übertrifft der Ausbau von Solar- und Windanlagen – im Jahr 2014 lag er Berichten der Solar- und Windverbänden zu Folge bei 40 Gigawatt – den Zubau der nuklearen Kapazität um das Zwanzigfache.

Auch die gesetzlichen Regelungen in Deutschland stellen die entsprechenden Weichen für die Energiewende – so ermöglicht eine zu Beginn des Jahres 2015 in Kraft tretende Richtlinie mehr Fördergeld für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Installation einer solchen Anlage wird sicher den Trend der Energieselbstversorgung in deutschen Privathaushalten bestärken. Der Spiegel berichtet dahingehend über die Markterweiterung in Bezug auf Speicheranlagen, die bundesweit einen steigenden Absatz verzeichnen können. Wurden im Jahr 2013 schon 5000 Speicheranlagen installiert, ist die Installation im Jahr 2014 sogar auf 8400 hochgegangen. Tendenz weiterhin steigend.

Wenn dieser Kurs beibehalten wird, kann das Fernziel im Jahr 2050 den Energieverbrauch der Menschheit hauptsächlich mit Windrädern, Solaranlagen und Erneuerbaren Energien wie der Wasserkraft, Geothermie oder Biomasse zu stemmen und fossile Kraftwerke sowie herkömmliche Energiequellen nur noch als gelegentliches Backup einzusetzen, mit berechtigter Zuversicht angepeilt werden.

 

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