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Marktanalyse: Geothermie und Wärmepumpen im Vereinigtem Königreich

Jahr der Veröffentlichung: 2012
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Für das Vereinigte Königreich werden die zukünftige Sicherung und die Nutzung alternativer Energieressourcen immer wichtiger. Die Genehmigungen für einige der größten Kohlekraftwerke, die gegenwärtig etwa ein Drittel der gesamten Energie generieren, werden bis 2015 auslaufen. Importiertes Erdgas nimmt deshalb derzeit eine Schlüsselrolle bei der Energieversorgung ein, während die kontroversen Diskussionen zur Nutzung der Atomkraft dazu geführt haben, dass in diesem Bereich in den letzten Jahren nur sehr gering investiert wurde.

Daher kam in den letzten Jahren den erneuerbaren Energien eine immer größere Bedeutung zu. Im Jahre 2020 sollen innerhalb der EU bereits 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Jedoch ist das Vereinigte Königreich zum jetzigen Zeitpunkt weit davon entfernt, dieses Ziel zu erreichen.

Die so genannte „UK Renewable Energy Strategy“, die die britische Regierung 2009 verabschiedet hat, setzt daher ehrgeizige Ziele. So sollen bis 2020 etwa 30 Prozent der Elektrizität und zwölf Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. Bisher war das Renewables Obligations Scheme das Schwerpunktprogramm der britischen Regierung, um die Entwicklung und den Ausbau der Kapazitäten im Bereich erneuerbarer Energien zu beschleunigen. In Bezug auf die Erzeugung von erneuerbarer Wärme gibt es die zunächst in Teilen in Kraft getretene Renewable Heat Incentive. Hier werden zunächst Installationen im gewerblichen und öffentlichen Sektor gefördert, spätestens 2013 sollen in einer zweiten Phase auch die Erzeugung erneuerbarer Wärme von privaten Haushalten gefördert werden.

Die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme ist unterschiedlich weit entwickelt. Einerseits wird in Schottland und Wales Wasserkraft extensiv für diesen Zweck genutzt, andererseits steckt die Nutzung anderer erneuerbarer Energiequellen wie Geothermie oder Meeresströmung/Gezeiten noch in den Kinderschuhen.

Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen des Vereinigten Königreiches betrug im Jahr 2010 geschätzte 6.435 ToE. Obwohl sich damit die Kapazität seit 2002 verdoppelt hat, liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieerzeugung im Vereinigten Königreich 2010 bei nur 6,8 Prozent. Der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ist dagegen 2010 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.212 kToe gestiegen.

Der Investitionsschwerpunkt in der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen lag in den letzten Jahren bei der Windkraft. Mit der Inbetriebnahme einiger großer Offshore-Windparks wurde die Elektrizitätserzeugung aus Wind zwischen 2002 und 2009 auf über 9.000 GWh versiebenfacht. Das Wachstum im Bereich der Wasserkraft (dem am meisten entwickelten Marktsektor) fiel im gleichen Zeitraum geringer aus, jedoch stieg die Anzahl kleinerer Wasserkraftanlagen.

Die Energieerzeugung unter Nutzung der Geothermie wesentlich weniger entwickelt als andere Bereiche der erneuerbaren Energien. Speziell die Tiefengeothermie verharrt in einem Stadium der Erprobung. Trotz des Wachstums bei Kapazität und Menge der erzeugten Energie lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch des Vereinigten Königreiches 2010 bei nur 3,3 Prozent (diese Zahl schließt Biokraftstoffe und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien ein), im Jahr 2007 betrug dieser Anteil 1,8 Prozent.

Wie bereits ihre Vorgänger will auch die Koalitionsregierung an der Strategie zur Entwicklung der erneuerbaren Energien festhalten. Marktchancen für die Nutzung von Wärmepumpen neben den staatlichen Förderprogrammen wie der Renewable Heat Incentive oder dem Code for Sustainable Homes auch eine zunehmende Akzeptanz dieser Technologien beim Endverbraucher. Im Bereich der Wärmepumpen steigt der Anteil der Luftwärmepumpen in den letzten Jahren an. Grund dafür ist die leichtere und kostengünstigere Installation eines solchen Systems gegenüber einer Erdwärmepumpe. Daher werden sie zunehmend auch bei Modernisierungsmaßnahmen bevorzugt.

Hauptbarrieren bei der Weiterentwicklung des Wärmepumpen-Marktes sind die für Wohneigentümer hohen Installationskosten, verbunden mit einem langen Amortisationszeitraum. Auch britische Architekten und Bauunternehmer bringen dieser Technologie noch nicht genügend Akzeptanz entgegen. Weiterhin ist mindestens mittelfristig die kontinuierliche Verfügbarkeit von Fördermitteln zur Investitionssicherung notwendig. Die zögerliche Einführung der Renewable Heat Incentive, die zudem zunächst nur der gewerbliche Sektor in Anspruch nehmen kann, hat innerhalb der Branche für Unsicherheit und einiger Verwirrung.

Nicht zuletzt könnten auch das Fehlen bzw. die ungenügende Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Wärmepumpen-Installation ein Markthindernis darstellen. Der britische Markt für Geothermie/Wärmepumpen steht noch am Anfang. Die Vertriebsstruktur ist fragmentiert und bietet daher gute Einstiegschancen für ausländische Unternehmen.

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