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Marktstudie Ecuador: Netzintegration von EE-Anlagen mit Fokus auf Bioenergie, kleine Wasserkraft und Windenergie

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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Sprache: de
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Zwischen Kolumbien und Peru gelegen ist Ecuador zwar der kleinste Andenstaat, aber derzeit einer der politisch und wirtschaftlich stabilsten. Die seit zehn Jahren wachsende Wirtschaft und die stärkere Kaufkraft der Mittelschicht steigern den Energieverbrauch des Landes. Folglich ist dieser Sektor einer der Hauptempfänger von staatlichen Investitionen, wobei zusätzliche Privatinvestitionen in erneuerbaren Energien willkommen sind.

Auf Ecuadors Energiemarkt vollziehen sich große Veränderungen. Neben der konstant steigenden Energienachfrage hat der Staat, von der Verfassung vorgegeben, die Aufgabe, den Energiemix zugunsten von erneuerbaren Energien zu verändern. In den vergangenen Jahren ist die Regierung ihrem Ziel, bis 2022 insgesamt 93% ihres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu generieren (2014: 49,2%1, bedeutend näher gekommen. Der ecuadorianische Staat unterscheidet bei den erneuerbaren Energien zwischen konventionellen und nicht-konventionellen erneuerbaren Energieträgern. Unter zuerst genannter Kategorie sind Wasserkraftwerke ab 30 MW und Windkraftwerke klassifiziert. Bioenergie, Geothermie, Solarthermie, Photovoltaik und Wasserkraft unter 30 MW gelten hingegen als nichtkonventionell. Der Verfassung entsprechend hat der Staat bei konventionellen erneuerbaren Energieträgern eine führende Entscheider-Rolle.

Neben dem Klimaschutz möchte der Staat aber auch von geringeren Subventionsausgaben für Treibstoff- und Stromimporte profitieren. Um diese Ziele zu erreichen wird insbesondere die Wasserkraft gefördert. Folglich investiert der Staat mit einer Gesamtsumme von 5 Mrd. USD in den Bau von acht Großprojekten.

Die nicht-konventionellen Energieträger sind vom Staat vornehmlich zur Diversifizierung der Erneuerbare-Energien- Matrix vorgesehen und sollen durch diverse Anreizsysteme von der Privatwirtschaft aufgebaut werden. Neben einer Einspeisevergütung für Bioenergie und kleine Wasserkraft bietet der Staat Privatinvestoren vielfältige steuerliche Vergünstigungen für Projekte aus erneuerbaren Energien. So entfällt beispielsweise die Einfuhrumsatzsteuer auf nichtkonventionelle erneuerbare Energien und Anschaffungs- sowie Abschreibungskosten können von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Ebenso gibt es eine Kreditlinie von der staatlichen Bank CFN und der deutschen Filiale der ProCredit Bank in Ecuador, die sich auf die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien spezialisiert haben.

Trotz den günstigen klimatischen Bedingungen für erneuerbare Energien ist dieser Markt in Ecuador noch jung. Gehemmt wird die Entwicklung des Marktes durch geringe Strompreise, fehlende Kenntnisse der Technologien in der Bevölkerung, administrative Hürden und eine geringe Bereitschaft für langfristige Investitionen. Gute Absatzvoraussetzungen bieten die Industrie und der Staat. Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren als Folge des veränderten Tarifsystems ein Nischenmarkt für private Großkonsumenten entstanden. Insgesamt bietet Ecuador für deutsche Unternehmen gute geschäftliche Voraussetzungen aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität des Landes und des politischen Willens zur Förderung von erneuerbaren Energien. Für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit ist erfahrungsgemäß entweder ein Partner vor Ort oder eine eigene Niederlassung notwendig. Hierauf wird im Verlauf der Studie noch weiter eingegangen.

Die günstigen natürlichen Bedingungen in Ecuador haben bereits im Jahr 2009 das Interesse von deutschen Unternehmern geweckt. Mittels der ersten AHK-Geschäftsreise zu den Themen Solarthermie und Photovoltaik, konnten sich fünf deutsche Unternehmen vor Ort ein Bild über die Entwicklungen und Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen im Land machen. Dieser Erfolg wurde auch in den Jahren 2010 (6 Teilnehmer zum Thema Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in den Bereichen kleine Wasserkraft und Bioenergie), 2011 (10 Teilnehmer zum Thema Photovoltaik) und 2013 mit acht teilnehmenden deutschen Unternehmen fortgesetzt. Bis heute hat sich der ecuadorianische Energiemarkt signifikanten Veränderungen und Fortschritten unterzogen.

Durch den Wandel des Energiemix ist auch ein verstärkter Ausbau der Stromnetze auf allen Spannungsebenen notwendig, um eine problemlose Netzintegration aus den bestehenden, geplanten und zukünftigen Projekten aus erneuerbaren Energien, zu gewährleisten Aus diesem Grund sieht der Staat große Investitionsprogramme hierfür vor, welche wir im Kapitel 2.2. näher spezifizieren.

Während in den vergangenen Jahren insbesondere die Photovoltaik im Fokus des ecuadorianischen Energiemix lag, nehmen derzeit darüber hinaus Investitionen in Windkraft, Kleinwasserkraft, Bioenergie und Geothermie zu. Folglich zielt die vorliegende Analyse darauf ab, die entstehenden Potenziale aufzuzeigen und deutschen Unternehmern den Einstieg in den hiesigen Markt zu erleichtern.

Es ist darauf hinzuweisen, dass für ausländische Unternehmen ein Handelspartner oder eine eigene Niederlassung in Ecuador notwendig ist. Bitte sehen Sie hierzu Details in Kapitel 1.5. sowie in 3.2.3. Beruhend auf den Erfahrungen der AHK-Geschäftsreise im Jahr 2009 zu den Themen „Solarthermie und Photovoltaik“ sowie im Jahr 2013 zu den Themen“ Bio-, Solar- und Windenergie / Hybrid“ und den damit einhergehenden Erfolgen der deutschen Unternehmen in Ecuador, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien und in Zusammenarbeit mit der AHK Ecuador, mittels einer neuen Geschäftsreise zum Thema „Netzintegration von EE-Anlagen - mit Fokus auf Bioenergie, kleine Wasserkraft und Windenergie“, deutsche Unternehmer bei der Erschließung des ecuadorianischen Marktes. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist die vorliegende Zielmarktanalyse, welche den teilnehmenden Unternehmen einen allgemeinen Überblick über die Situation Ecuadors, dessen Energiesektor, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Marktstruktur und Marktchancen aufzeigt.

Die folgende Arbeit ist dementsprechend in fünf Kapitel unterteilt. Informationen über die politische und wirtschaftliche Lage sind im ersten Kapitel dargelegt. Der zweite Teil der Zielmarktanalyse behandelt die Eigenschaften des ecuadorianischen Energiemarktes. Die Stromerzeugung, die Tarifpolitik, die energiepolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie deren Entwicklungen, Fördermöglichkeiten und Genehmigungsverfahren sind wichtige Bestandteile dieses Kapitels. Dem dritten Kapitel sind die Marktstrukturen und mögliche Standorte zu entnehmen. Das Kapitel setzt sich außerdem mit den Potenzialen aber auch den Risiken des Marktes für deutsche KMU, in Hinblick auf die Marktstruktur und die Wettbewerbssituation auseinander. Das vierte Kapitel bietet deutschen Unternehmen einen umfassenden Überblick über die in Ecuador aktiven branchenrelevanten Unternehmen und Organisationen sowie über die zuständigen Behörden. Das fünfte und letzte Kapitel gibt die wichtigsten Schlussbetrachtungen wieder.

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