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Indien: Dezentrale Stromversorgung mit erneuerbaren Energien

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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In Indien ist die Branche für erneuerbare Energien streckenweise noch unterentwickelt, kann allerdings bereits einige Erfolge vorweisen. So hat das Land sehr viel Erfahrung mit Wasserkraftwerken. 1947, im Jahr der Unabhängigkeit, wurde bereits ca. die Hälfte des Stroms in gigantischen Wasserkraftwerken im Himalaya erzeugt. In den 1980er Jahren war Indien das erste Land der Welt, in dem ein Ministerium für erneuerbare Energien geschaffen wurde. Damit wurden alle Förder- und Forschungsprogramme in diesem Bereich erstmals von einer zentralen Stelle koordiniert.

Die Herausforderungen im indischen Markt sind nach wie vor groß. Bürokratie und Korruption bleiben Unsicherheitsfaktoren, Fremdkapital ist teuer und qualifizierte Arbeitskräfte rar, die Infrastruktur in weiten Teilen des Landes ist unzureichend. Das Land bietet allerdings auch ein gewaltiges Potenzial. Die Bevölkerung und die Wirtschaft wachsen rasant und damit der Energieverbrauch, die Importabhängigkeit des Landes nimmt zu, Energiepreise steigen. Die natürlichen Bedingungen sind gut. Die Sonne scheint in vielen Regionen mehr als 300 Tage im Jahr, die Strahlungsintensität ist doppelt so hoch wie in Deutschland. An der über 7.000 km langen Küste sowie auf den Hochplateaus wehen stetig kräftige Winde und die Landwirtschaft produziert Abfälle im Überfluss für Bioenergieanlagen. Die Chance im Markt überwiegen in vielen Bereichen die Risiken.

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