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Europäische Union will Energieunion formen

Veröffentlicht am: 26.02.2015
Quelle: http://www.bmwi.de
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Am Mittwoch stimmte das Kabinett des Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Pläne für eine Energie-Union der EU ab. Die Energie-Union verfolgt das Ziel, die Kooperation der Mitgliedsstaaten zu verbessern und einen gemeinsamen Energiemarkt in der EU zu schaffen. Die EU verspricht sich und ihren Bürgern davon sowohl eine Senkung der Strompreise, als auch eine Stabilisierung des eigenen Netzes, um die Abhängigkeit von Russland einzudämmen – RenewablesB2B.com berichtete.

Die Gemeinschaft soll nach dem Vorbild der ehemaligen Montanunion geformt werden - sie war etwa fünfzig Jahre lang bis 2002 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, in der für die Mitgliedstaaten gemeinsame Regelungen für den Bereich von Kohle und Stahl galten. Derzeit reichen viele der Netze einzelner EU-Länder nicht über die eigenen Grenzen hinweg – ein Ausbau betrifft dementsprechend besonders Italien, Irland, das Vereinigte Königreich, Spanien, Rumänien, Portugal, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Zypern und Malta. Entsprechende Leitungen sollen bis zum Jahr 2020 gelegt werden. Um einen Austausch in Höhe von etwa zehn Prozent und insgesamt eine Modernisierung ermöglichen zu können, stehen rund 200 Milliarden Euro zur Verfügung.

Dennoch ist im EU-Vertrag auch festgeschrieben, dass Energiepolitik immer noch Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten ist. So pflegt auch jedes EU-Land einzeln die Handelsbeziehung mit dem russischen Anbieter Gazprom. Insofern liegen noch einige ergebnisoffene Verhandlungen vor der Kommission, die darin als Vertreter der Länder auf unterschiedlichste Positionen gegenüber Russland zurückgreifen. Der Entwurf ist daher auch als Reaktion auf die Realpolitik zu verstehen und der angepeilte Gemeinschaftseinkauf von Gas durch die Union wird durch aktuelle politische Entwicklungen geprägt.

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