Das Thema Erneuerbare Energien hat in Guatemala vor allem im Bereich Wasserkraft Tradition: Bis 1990 wurden 92% des Stroms durch Wasserkraft- und nur 8% durch Heizkraftwerke mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Die Energiepolitik des Landes, die in den 1990er Jahren vor allem auf Grund des niedrigeren Investitionsvolumens den Bau von Heizkraftwerken bevorzugt hatte, ist in Ansehung der Entwicklung des Ölpreises revidiert worden. Das Land verfügt zwar im Norden über Ölvorkommen, muss das Rohöl in Ermangelung einer eigenen, größeren Raffinierie jedoch fast vollständig exportieren und die Erdölderivate wieder einführen.
Die Regierung Guatemalas hat sich zum Ziel gesetzt, die Erzeugung von Energie zu diversifizieren, konkrete Vorstellungen existieren hierzu derzeit aber kaum. Der Energiesektor Guatemalas ist bereits in weiten Teilen privatisiert, so dass sich die Rolle des Staates in der Regel auf die Schaffung von günstigen Investitionsbedingungen beschränkt. Eine Förderpolitik für Erneuerbare Energieträger ist derzeit nur rudimentär vorhanden. Neben der Wasserkraft werden Bioenergie, in erster Linie über die Kogeneration von Energie in der Zuckerindustrie bei der Verbrennung von Zuckerrohrbagasse, und Geothermie zur Stromerzeugung genutzt, Wind- und Solarenergie sind demgegenüber noch deutlich weniger entwickelt, letztere spielt allerdings im Rahmen der Elektrifizierung entlegener ländlicher Gebiete eine Rolle.
- Um Zugriff auf die Marktstudien zu bekommen, melden Sie sich bitte hier an
- Sie haben noch keinen Account? Registrieren Sie sich kostenlos hier
- Die Registrierung dauert nur wenige Minuten.



