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Waste-to-energy in Belgien

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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Belgien verfügt über einen chancenreichen Markt für Bioenergie. Hierfür sorgen nicht nur ein hoher Bedarf an Energie in Industrie und Haushalten, sondern auch eine Lücke bei der Energieversorgung, die dazu zwingt, den bislang vernachlässigten Einsatz von erneuerbaren Energien und von Biomasse voranzutreiben. Sowohl in der Industrie als auch in den privaten Haushalten stehen potente Abnehmer für die deutschen Technologien von Waste-to-Energy zur Verfügung.

Andererseits schneidet Belgien beim Thema erneuerbare Energien im Vergleich zum EU-Länderdurchschnitt relativ schlecht ab. Der industrielle Endenergieverbrauch Belgiens lag auch 2014 mehr als 5% über dem Durchschnitt der EU-27. Damit bietet Belgien selbst im Verhältnis zu den neuen Mitgliedstaaten kein gutes Bild. Das liegt vor allem daran, dass Belgien durch einen überdurchschnittlich hohen energieintensiven industriellen Sektor gekennzeichnet ist. In dem in dieser Studie ausgewählten Bereich der erneuerbaren Energien „Waste-to-Energy“ – hier speziell Biomasse, Biogas, und Kraftwärmekopplung – liegt daher ein großes Wachstums- und Entwicklungspotenzial. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 7,85% (2013) auf 13% fast verdoppelt werden. Dieses Ziel wird durch unterschiedliche Förderungsmaßnahmen in den belgischen Regionen verfolgt.

Diese Branche wird daher in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen – ihr dürfte sogar eine Schlüsselrolle bei der Energieversorgung zukommen. Das Interesse auf belgischer Seite in punkto Einsatz, Verwendung sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien ist sehr hoch, denn für die Unternehmen steht vor allem ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund. Bei den Investitionsentscheidungen wird zunehmend auf erneuerbare Energien geachtet, um die Kosten zu senken. Überdies sind die Unternehmen angehalten, ihren Beitrag zu saubererer Produktion im Rahmen umweltpolitischer Ziele zu erhöhen. Dabei soll Belgien gegenüber den bisher anziehenden Importen konventioneller Energie unabhängiger werden.

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