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Marktstudie: Energieeffizienz in der Industrie in der Slowakei

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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Um die Energiesicherheit des Landes langfristig zu gewährleisten, sind die vorrangigen politischen Ziele in der Slowakei die Steigerung der Energieeffizienz, eine höhere Unabhängigkeit von Energieimporten sowie die Diversifizierung der Energieversorgung und dadurch auch die weitere Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen.

Die slowakische Industrie bildet das Rückgrat der Volkswirtschaft, arbeitet zugleich jedoch energieineffizient. Als Folge von Restrukturierung und Neuorientierung auf weniger energieintensive Bereiche wie den Fahrzeugbau oder die Elektrotechnik ist die Energieintensität des Verarbeitenden Gewerbes zwar auf lange Sicht rückläufig. Allerdings steht die Slowakei im EU-Vergleich immer noch am unteren Ende der Skala. Größeres Einsparpotenzial besteht weiterhin bei der Modernisierung einiger energieaufwändiger Branchen. So verbrauchten die Sparten Eisen-, Stahl- und Metallbearbeitung sowie die Chemie- und Papierindustrie 2013 rund drei Viertel des industriellen Energiebedarfs.

Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie bergen die Erzeugung von Prozesswärme aus Abwärme, KWK oder Solarthermie, der Einsatz effizienter Antriebs-, Kälte- und Lufttechnik, der Austausch der Beleuchtungssysteme sowie nicht zuletzt die Anwendung von Regelungs- und Steuertechnik. Großunternehmen sind seit Ende 2014 gesetzlich verpflichtet, regelmäßig Energieaudits durchzuführen. Die Regierung erhofft sich davon Investitionen in Effizienzmaßnahmen in dreistelliger Millionenhöhe.

Deutsche Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf die Slowakei ausweiten möchten, stoßen zwar auf ein positives Marktumfeld, müssen sich aber auch um das Vorhandensein der internationalen Konkurrenz bewusst sein. Gleichwohl bietet der Markt noch mehr als genügend Aufnahmefähigkeit für innovative und hochwertige Produkte.

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