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Marktanalyse Estland: Energieeffizientes Bauen und Sanieren im Niedrigenergie- und Passivhausstandard

Jahr der Veröffentlichung: 2013
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Der estnische Bausektor ist hauptsächlich auf den Binnenmarkt orientiert, daher ist die Entwicklung dieses Sektors stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig. Die Wachstumsperiode des Bausektors begann im Jahr 2000 und hatte ihren Höhepunkt in Jahren 2006-2007. In diesem Zeitraum konnte das estnische Baugewerbe zweistellige Wachstumsraten von 20 bis 30% aufweisen. Bis Anfang 2008 gehörte der Bausektor zu den wachstumsstärksten Branchen der estnischen Wirtschaft. Durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die Lage im estnischen Bausektor stark geändert. Die ersten Zeichen einer Abkühlung zeigten sich Ende 2007 in einer Verlangsamung des Wachstums. Aufgrund der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise vertiefte sich die Tendenz in den Jahren 2008 bis 2010 weiter. Nach Angaben des Statistikamtes schrumpfte 2009 das allgemeine Bauvolumen in Estland im Vergleich zum Vorjahr um 37% und war damit auf das Niveau des Jahres 2005 gesunken. Der Wert der erbrachten Bauleistungen betrug 2009 insgesamt 1,51 Mrd. Euro und der Anteil des Bausektors am BIP betrug rund 6%.

Im Jahr 2010 war die Lage des estnischen Baugewerbes immer noch instabil. Nach Angaben des Statistischen Amtes betrug der Wert der erbrachten Bauarbeiten in Estland 2010 ca. 1,73 Mrd. Euro und die vorläufigen Daten über 2012 zeigen, dass im vergangenen Jahr in Estland Bauleistungen im Wert von 1,97 Mrd. Euro erbracht wurden. Der Abwärtstrend hat sich etwas verlangsamt und das Sicherheitsgefühl der Bauunternehmen bezüglich der künftigen Entwicklungen in der Baubranche hat sich etwas verbessert. Auf der Konferenz der Bauunternehmer „Geschäftsplan 2012“ am 7. Dezember 2011 in Tallinn haben die Geschäftsführer der großen Bauunternehmen in Estland geäußert, dass sie kein großes Wachstum des Bauvolumens in nächsten Jahren erwarten, sondern hoffen, dass sich der Markt stabilisiert und die Bauvolumina auf dem Durchschnittsniveau der letzten drei Jahren bleiben. Laut Schätzungen von Herrn Toomas Aak, dem Vorstandsvorsitzenden des Bauunternehmens NCC Ehitus, wird das Niveau der Vorkrisenzeit wieder erst in 2014 erreicht. Einen kleinen Zuwachs wird im Wohnbau erwartet, vor allem glaubt man an eine Zunahme von Bauaufträgen von privaten Auftraggebern. Laut den Aussagen der Bauunternehmen und Immobilienentwickler existiert die Nachfrage nach neuen Wohnungen, nur sind die Kunden und deren Anforderungen an neue Wohnungen anspruchsvoller – z.B. an Standort/Gegend, Qualität, Energieeffizienz - geworden. Wie eingangs erwähnt, sind estnische Bauunternehmen primär auf den lokalen Markt orientiert, der Export beträgt lediglich zwischen 6 und 10%. Estnische Bauunternehmen arbeiten vor allem in Russland, Finnland, in der Ukraine, in Lettland und Litauen. Im Bausektor dominiert der Nichtwohnungsbau. In ersten drei Quartalen 2012 wurden insgesamt 583 Nichtwohngebäude mit der Gesamtnutzfläche von 308.888 m2 in Gebrauch genommen. Darunter waren in erster Linie Industriegebäude, Handelsflächen, Hotels, Gebäude für Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei. Im Bereich des Wohnungsbaus wurden 2012 (Januar bis Ende September) insgesamt 168.248 m2 neue Wohnräume fertiggestellt. Vor allem waren es Einfamilienhäuser, die 2012 gebaut und in Gebrauch genommen wurden (Gesamtfläche 99.505 m2). Die durchschnittliche Größe der Wohnräume ist aber im Laufe der letzten sechs Jahren stetig gestiegen: Von 77 m2 in 2006 auf 113 m2.

Die Entwicklung des estnischen Bausektors wird von vielen Faktoren beeinflusst. Einerseits üben die allgemeine Abkühlung der Wirtschaft, die verschlechterte Situation auf dem Arbeitsmarkt und die dadurch bedingte Unsicherheit der Bevölkerung in Hinblick auf die Investitionen in neue Wohnräume, eine hemmende Wirkung auf die weitere Entwicklung des Bausektors aus. Andererseits muss berücksichtigt werden, dass wegen des zunehmenden Alters des bestehenden Baubestandes ein großer Bedarf an Sanierungen besteht. Ein Großteil der Gebäude, die vor 30 bis 50 Jahren gebaut wurden, wird in den kommenden Jahren das Ende ihres Lebenszykluses erreichen und bedarf einer grundlegenden Sanierung. In den vergangenen Jahren wurde es häufig versäumt - oder nicht für nötig erachtet - Modernisierungen in den Heizungssystemen und weitere Anpassungen an neue Technologien und Standards, z. B. in der Isolierung der Außenwände, Dächer, Fußböden oder Fenster, durchzuführen.

Nach Angaben des estnischen Statistischen Amtes waren im estnischen Bausektor Ende 2010 rund 7.440 Unternehmen tätig. Etwa 88% dieser sind kleine Unternehmen mit bis 10 Mitarbeitern. Bauunternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, gibt es in dem estnischen Baugewerbe nur 8. Der Bausektor beschäftigt ca. 8,4% aller Erwerbstätigen. Die Jahre 2000-2008 waren gekennzeichnet durch ein kontinuierliches Wachstum der Anzahl an Bauunternehmen. Wenn laut Angaben des estnischen Statistikamtes im Jahr 2000 ca. 2200 Unternehmen auf dem hiesigen Markt tätig waren, betrug die Anzahl der Bauunternehmen 2008 schon rund 8000. Der estnische Bausektor ist auf den lokalen Markt konzentriert und die Jahre des Wirtschaftswachstums und großer Nachfrage nach neuen Gebäuden förderten die Gründung neuer Bauunternehmen. Ein Einbruch in dieser Entwicklung erfolgte im Jahr 2008. Die Jahre 2008 und 2009 stellten eine besondere Herausforderung für die estnische Baubranche dar. Sowohl im Bausektor als auch in der Baustoffherstellung sind die Produktionsvolumina, Umsätze und Anzahl der Unternehmen zurückgegangen. Dadurch ist natürlich die Arbeitslosenquote im Bausektor gestiegen, andererseits hat sich das estnische Baugewerbe dadurch korrigiert, da nur „lebensfähige“ Unternehmen auf dem Markt blieben. Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens Nordecon AS, Herrn Jaano Vink haben viele Firmen während des rasanten Wirtschaftswachstums uneffektiv gearbeitet und nicht genug Aufmerksamkeit auf die Ausgaben und Kosten der Unternehmen gelegt und das sei vielen zum Verhängnis geworden.

Zu den größten Bauunternehmen in Estland gehören Skanska EMV AS, Merko Ehitus AS, YIT Ehitus AS, Nordecon International, Koger & Partnerid AS. Facio Ehituse AS und NCC Ehitus AS. Charakteristisch für den estnischen Bausektor ist die Tatsache, dass in der Branche Unternehmen dominieren, die entweder auf estnischem (wie Merko Ehitus und Koger & Partnerid) und finnischem bzw. skandinavischem Kapital (Skanska EMW AS, YIT Ehitus AS, NCC Ehitus AS) beruhen. Im Hochbau dominieren Merko Ehitus OÜ, Nordecon AS, Skanska EMW AS, NCC Ehitus AS, Astlanda Ehitus OÜ. Im estnischen Straßenbausektor gehören Nordecon AS, Merko Ehitus OÜ, Lemminkäinen Eesti AS, TREV-2 Grupp OÜ und Tref AS zu den größten Unternehmen.

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