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Marktstudie Mexiko: Photovoltaik und Solarthermie in Gebäuden

Jahr der Veröffentlichung: 2017
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Mexiko erzeugte im Jahr 2014 noch rund 90 Prozent seiner Primärenergie aus fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kondensaten und Erdgas, und ist somit abhängig von den stark schwankenden Rohstoffpreisen. Gleichzeitig wächst der Strombedarf in den nächsten Jahren immens. Vor diesem Hintergrund nimmt die gezielte Förderung von erneuerbaren Energien zur Diversifizierung des Energiemixes sowie die Sensibilisierung von Führungskräften in der mexikanischen Industrie für „grüne“ Themen eine immer bedeutendere Stellung auf der politischen Agenda ein. So betrug im Jahr 2014 der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Primärenergieproduktion des Landes bereits 7,56 Prozent und künftiges Wachstum wird von Seiten der Regierung und des privaten Sektors mit Spannung erwartet.

Der aktuelle Markt für erneuerbare Energien in Mexiko charakterisiert sich durch sein „Allgemeines Gesetz zum Klimawandel“, welches im Juni 2012 erlassen wurde. Das Gesetz steht im Zusammenhang mit Mexikos Absicht, Strom aus sauberen Energiequellen zu erzeugen, die bis 2024 35 Prozent der gesamten Stromproduktion decken sollen. Zu den sauberen Energiequellen werden in Mexiko neben den erneuerbaren Energien auch die Atomkraft und die durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnene Energie gezählt. Gemäß den aktuellsten Zahlen des staatlichen Stromanbieters CFE (Comisión Federal de Electricidad) betrug der Anteil dieser Energieträger an der Stromproduktion im Jahr 2014 bereits 27,9 Prozent.

Die klimatischen Voraussetzungen für die Nutzung von Solaranlagen in Mexiko gehören zu den besten im globalen Vergleich. Laut einer aktuellen Studie des mexikanischen Solarenergieverbandes (Asociación Nacional de Energía Solar, ANES) zählt Mexiko zu den fünf besten Standorten weltweit hinsichtlich des Potenzials für Solarenergie.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten fand Photovoltaik vor allem Anwendung zur Elektrifizierung netzferner, kleiner Ortschaften, und dort unter anderem in Schulen, Gesundheitseinrichtungen und der Landwirtschaft. Von 1999 bis 2009 wurden 42.000 PV-Anlagen in diesen Gegenden errichtet, womit laut Angaben offizieller Stellen ein Beitrag dazu geleistet werden konnte, dass im Jahr 2013 bereits 98,48 Prozent der mexikanischen Orte und 94,78 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität hatten. Zum Ende des Jahres 2015 belief sich die installierte netzgekoppelte PV-Kapazität von großen Photovoltaikanlagen (d. h. PV-Parks) in Mexiko auf 65,64 MW. Laut Angaben des mexikanischen Energieministeriums SENER belief sich wiederum 2014 die gesamte installierte PV-Kapazität (kleine PV-Anlagen in Haushalten und dem kommerziellen Sektor eingeschlossen) auf 116,17 MW. Die insgesamt installierte Stromerzeugungskapazität aller Energieträger in Mexiko belief sich im November 2013 auf 64,85 GW.

Hinsichtlich der Lage bei privaten Wohngebäuden lässt sich in Mexiko in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme bei der Anzahl von Einfamilienhäusern feststellen. So stieg ihre Zahl zwischen 2005 und 2010 von 20.800.870 auf 25.932.350. Zudem steigt die Nachfrage sowohl nach Bürogebäudeflächen als auch nach dem Aus- und Neubau von Industrieanlagen. Diese Entwicklung betrifft vor allem die drei größten Metropolregionen des Landes: Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara. Angesichts der Tatsache, dass in vielen gewerblich genutzten Gebäuden Renovierungsbedarf besteht bzw. nachhaltige und energieeffiziente Technologien fehlen, ist in diesem Bereich großes Potenzial für die Installation weiterer Photovoltaikanlagen in Gebäuden vorhanden.

In privaten Haushalten, die aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs den teureren DAC-Tarif zahlen, gibt es nicht nur Potenzial für die Installation von Photovoltaikanlagen, sondern auch für die Verwendung von Speichertechnologie, die diese Haushalte unabhängiger vom von der CFE bereitgestellten Strom machen würde. So könnte die Verwendung passender Batterien in mit Solarzellen ausgestatteten Haushalten die Stromkosten weiter senken. Des Weiteren bieten sich im Bereich der Straßenbeleuchtung Markteintrittschancen für Produzenten von Solarbatterien, da in Mexiko immer mehr Straßenlaternen mit Solarzellen betrieben werden.10

Was die PV-Hauptkomponenten wie PV-Module, Wechselrichter, Laderegler, Batterien, Werkzeuge zur Montage und weitere Ausrüstung betrifft, lässt sich sagen, dass diese fast ausschließlich aus dem Ausland von chinesischen, US-amerikanischen und deutschen Firmen nach Mexiko exportiert werden. Dabei zeichnet sich tendenziell ab, dass immer mehr qualitativ hochwertige Komponenten mit langjährigen Garantien aus den USA und Europa nachgefragt werden und sich gleichzeitig von preisgünstigen chinesischen Produkten mit kurzer Produktlebenszeit abgewendet wird. Neben der Photovoltaik ist auch die Solarthermie in Mexiko eine gefragte Technologie. Sie wird hauptsächlich für die Warmwasserbereitung in Haushalten, Hotels und Schwimmbädern genutzt. Im Jahr 2013 waren landesweit bereits auf einer Fläche von 2,5 Millionen Quadratmetern Solarkollektoren zur Wassererwärmung installiert. Bis 2020 wird ein Wachstum auf 23,5 Millionen Quadratmeter erwartet. Hauptkomponenten wie Solarkollektoren werden vorrangig in Mexiko direkt hergestellt, wobei die Produktionsanlagen oft aus den USA und Europa kommen. Aber auch hier muss zwischen Anlagen zur Warmwasserbereitung mit Flachkollektoren, die in Mexiko hergestellt werden und Warmwasserbereitung mit Vakuumröhrenkollektoren, die aus China importiert werden, unterschieden werden.

Die natürlichen Voraussetzungen, die Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen, bereits aufgelegte Förderprogramme sowie das Interesse internationaler und mexikanischer Unternehmen lassen auf ein starkes Wachstum in den nächsten Jahren schließen. So liegt das Potenzial für installierte Solarenergieprojekte für Photovoltaik nach Schätzungen der Mexico Energy Revolution Series im Jahr 2030 bei 24.300 MW. Deutschland, als eines der Länder mit der höchsten Stromerzeugung aus Sonnenenergie, sollte sich daher im mexikanischen Solarsektor positionieren und deutsche Unternehmen das hohe Ansehen deutscher Technologie für ihren Markteinstieg nutzen. Dies kann zum Beispiel mit Hilfe einer sogenannten Konsortialbildung erreicht werden, bei der die AHK Mexiko und die energiewaechter GmbH das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt, potentielle PV-Projekte in Mexiko zu identifizieren und diese interessierten deutschen Unternehmen vorzustellen.

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