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Marktanalyse: Biogas im Vereinigten Königreich (UK)

Jahr der Veröffentlichung: 2010
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Vor den Parlamentswahlen brachte das Landwirtschaftsministerium nachhaltig zum Ausdruck, dass bevorzugt die Biogastechnologie bei der Entsorgung von organischen Reststoffen zum Einsatz kommen sollte. Um diesen Standpunkt zu untermauern, veröffentlichte das Ministerium einen Maßnahmenplan zur Einführung von Biogas mit dem Titel „Accelerating the Uptake of Anaerobic Digestion in England: An Implementation Plan". Dieses Dokument basiert auf den Empfehlungen der Biogas-Task-Force des Landwirtschaftsministeriums und zeigt Maßnahmen auf, wie Kommunen, Gewerbe und Landwirtschaft Biogas für sich nutzen können. Es wird weiterhin auf die Rolle der Biogastechnologie beim Umgang mit den jährlich anfallenden 100 Millionen Tonnen organischen Reststoffen, inklusive zwölf bis 20 Millionen Tonnen Speisereste, hingewiesen. Aus jährlich 5,5 Millionen Tonnen Speiseresten ließen sich mithilfe der anäroben Gärung 1,7 TWh Elektrizität erzeugen, so die Experten weiter.

Um diese Pläne zu realisieren, sollen im Rural Development Programme for England für den Zeitraum 2007 bis 2013 Fördermittel in Höhe von 536 Millionen GBP bereitgestellt werden, um Anreize für den Bau sowohl von landwirtschaftlichen als auch anderen Biogasanlagen zu schaffen. Andere Förderprogramme, die Mittel für Biogas bereitstellen, sind das Organics Capital Grants Programme und das Bio-Energy Capital Grants Scheme. Der Food Waste Collection Fund soll die Kommunen zum Sammeln von Biomüll anregen, 2009/10 wurden dafür rund eine Million GBP bereitgestellt, 2010/11 werden es 2,3 Millionen GBP sein. Das Landwirtschaftsministerium will darüber hinaus durch die Nutzung der ROCs bzw. der bestehenden Einspeisetarife Investorenvertrauen schaffen. Die geplante Renewable Heat Incentive soll weitere Anreize zur Wärmeerzeugung aus Biogas bewirken.

Auch in Schottland scheint sich die Nachfrage nach Biogasanlagen zu erhöhen. Im Juni 2008 veröffentlichte SEPA zwei Berichte zur Müllbehandlung in Schottland. Es wurde geschlussfolgert, dass bis 2020 mehr als 700 Biogasanlagen benötigt werden. Seitdem hat die schottische Zielgruppenanalyse Biogas Vereinigtes Königreich, 2010 54 Regionalregierung das Zero-Waste-Scotland-Programm eingeführt, mit dessen Hilfe Biogas- Projekte mit Direktzulagen gefördert werden, so zum Beispiel 2,2 Millionen GBP für die Biogasanlage Barkip in Ayrshire.

Die walisische Regionalregierung will ebenfalls die Nutzung von Biogas fördern, um den organischen Haushaltsmüll zu verwerten. Fördermittel werden durch das Waste and Resources Action Programme verwaltet.

Die Koalitionsregierung hält an dem Plan „Developing an implementation for anaerobic digestion" ihrer Vorgängerin fest und hat damit die Biogaserzeugung an vorderster Stelle ihrer Agenda zur intensiveren Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. Kernpunkte des Biogas-Plans sind:

  • Die Einführung eines Einspeisetarifs für kleine Anlagen zur CO2-armen Stromerzeugung, erfolgt am 1. April 2010;
  • Implementierung der Renewable Heat Incentive, einschließlich der Unterstützung zur Einspeisung von Biomethan in das allgemeine Gasnetz im Jahr 2011;

Kritische Stimmen merken jedoch an, der Plan sähe nicht genügend finanzielle Anreize für potenzielle Kleinerzeuger vor, außerdem sei das Ausschreibungsverfahren zu bürokratisch.

Die erste Leistung der Koalition besteht jedoch in der Ausweitung des „Grandfathering Concept" auf Biogastechnologien. Dieses Konzept sieht vor, ein System zu schaffen, dass für die nächsten 20 Jahre eine kontinuierliche Förderung zur Entwicklung von Biogastechnologien auf dem Niveau festschreibt, das in der Renewables Obligation vorgegeben wurde. Das gleiche System soll übrigens auch auf Wind- und Wasserkraft angewendet werden. Ziel dieses Konzeptes ist, das Vertrauen der Investoren aufrecht zu erhalten. Investitionen lagen in den vergangenen Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau, wodurch auch die Entwicklung im Biogas-Bereich behindert wurde.

Vor dem Grandfathering Concept wurden die Anzahl der ROCs, die für jede MWh erzeugten Stroms vergeben werden, verändert, wenn bei einer Novellierung der RO Veränderungen bei der Bewertung verschiedener erneuerbarer Energiequellen vorgenommen wurden. Dieses Bewertungsverfahren wurde im April 2009 eingeführt und ermöglichte der Regierung, für verschiedene erneuerbare Energien differenzierte Förderstufen einzuführen. Das führte zu großen Preisschwankungen im Bereich der ROCs für Biomasse, und Investoren gaben daher andere erneuerbare Energien mit gleich bleibenden ROC-Preisen den Vorzug. Laut dem Verband Renewable Energy Association verzögerten sich aufgrund dieser Preisschwankungen Biomasse-Projekte mit einer Soll-Kapazität von rund 5.000 MWe.

Zugelassene Biomasse- und Biogasanlagen werden entsprechend der letzten Novellierung der RO bis zum 31. März 2013 zwei ROCs pro erzeugter MWh erhalten, ungeachtet etwaiger Veränderungen, die weitere Novellierungen der RO mit sich bringen - die erste ist für den Herbst 2010 avisiert. Zielgruppenanalyse Biogas Vereinigtes Königreich, 2010. Das Grandfathering-Konzept wird ebenfalls weiter ausgedehnt, um Technologien wie Vergasung und Pyrolyse in das System einzubinden.

Bis 2020 sollen laut DEFRA 100 große Biogasanlagen und rund 1.000 kleine Biogasanlagen in Betrieb sein, letztere vor allem in landwirtschaftlichen Betrieben. Im August 2010 waren nur etwas mehr als 40 Biogasanlagen in Betrieb. Nach der bisherigen RO-Regelung war dieses Ziel unrealistisch, mit dem Grandfathering-Konzept steigen die Chancen, tatsächlich diese Zahl von Biogasanlagen zu erreichen. Andere Förderinstrumente wie die Einspeisetarife scheinen nach Ansicht von Landwirtschaftsexperten besser für Anlagen auf Farmen geeignet, sind jedoch finanziell zu schlecht ausgestattet.

Laut dem Verband Anaerobic Digestion & Biogas Association müssten in den nächsten zehn Jahren jede Woche zwei Anlagen fertig gestellt werden, um die Zielsetzung von 15 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen bis 2020 zu erreichen.

Aufgrund der kleinen Zahl britischer Anbieter im Bereich Biogas ergeben sich gute Marktchancen für ausländische Unternehmen, die komplette Biogasanlagen bzw. Komponenten liefern. Der Branchenverband Anaerobic Digestion & Biogas Association (ADBA) schätzt das Volumen neu zu vergebender Aufträge auf ca. 600 bis 800 Millionen GBP in den nächsten zwölf Monaten.

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