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Marktstudie Indonesien: Photovoltaik-Hybrid-Kraftwerke für den Off-Grid- und Mini-Grid-Einsatz

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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Sprache: de
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Vor dem Hintergrund einer stetigen politischen und sozialen Stabilisierung des Landes, befindet sich Indonesien inmitten eines rasanten Wachstumsprozesses. Bisher ist neben einer sehr niedrigen Elektrifizierungsrate festzustellen, dass die Stromversorgung Indonesiens stark ungleich verteilt ist, was auf den mangelnden Ausbau des nationalen Stromnetzes zurückzuführen ist. Es wird prognostiziert, dass sich die Stromnachfrage bis 2030 verdreifachen wird. Ziel ist es, mit einem jährlichen Kapazitätszuwachs von 7.000 MW diesem Nachfragewachstum bestmöglich nachzukommen. Zudem hat die Regierung die bislang unverbindliche „Vision 25/25“ entworfen, die u. a. das Ziel beinhaltet, im Jahr 2025 einen Anteil von 25% alternativer Energien am Primärenergiemix Indonesiens zu erreichen. Bindend hingegen ist die Regierungsverordnung 79/2014, welche bis 2025 mindestens einen Anteil neuer und erneuerbarer Energien am Primärenergiemix von 23% und mindestens von 31% bis 2050 vorsieht. Folglich wird zukünftig auch die Nutzung von Solarenergie bei der Stromerzeugung deutlich zunehmen. Bei einer Sonneneinstrahlung von 4,8 kWh/m²/Tag und der fünffachen Landesfläche Deutschlands ist das Solarenergiepotenzial Indonesiens beachtlich.

Mangelnder oder nicht vorhandener Zugang zu Strom hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich eine Vielzahl von Privathaushalten und Unternehmen Dieselgeneratoren angeschafft hat, um eine adäquate Versorgung mit Strom sicher zu stellen. Insbesondere ist dies im sonnenreichen Osten Indonesiens der Fall. Diese Form der Selbstversorgung ist mit hohen Kosten für die Betreiber verbunden. Die teilweise bzw. vollständige Substitution von teuren dieselbetriebenen Anlagen durch den Einsatz von Photovoltaik-Technologien bietet erhebliche Chancen für die Photovoltaik-Branche. Diese Idee befindet sich bereits in Form diverser Projekte in der Umsetzung. So sollen u. a. im Zuge des geplanten „1.000-Islands-Projektes“ 1.000 Dieselgeneratoren mit Solarmodule kombiniert bzw. durch diese ersetzt werden. Außerdem ist der Bau von mindestens 80 Solarkraftwerken in abgelegenen Gebieten des Archipels vorgesehen. Ein derzeit stattfindendes Förderprogramm der USA, welches auf die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in Indonesien abzielt, bietet ausländischen Unternehmen ebenfalls hervorragende Möglichkeiten in den indonesischen PV-Markt einzusteigen.

Auch Telekommunikationsunternehmen ersetzen die Stromversorgung ihrer Funkmasten mit Dieselgeneratoren zunehmend durch Photovoltaik-Anlagen. Ein weiterer potenzieller Massenmarkt für die Photovoltaik-Branche ist in der Privatwirtschaft auszumachen, da ein großer Teil der Unternehmen in entlegenen Regionen Dieselgeneratoren nutzt.

Für deutsche KMUs der Solarbranche bestehen verschiedene Geschäftschancen auf dem indonesischen PV-Markt, dessen Entwicklung sich noch in einem frühen Stadium befindet. Allerdings stellt der Eintritt in den indonesischen Markt hohe Anforderungen an neue Marktteilnehmer. Die Vergabepraxis von Regierungsprojekten sowie komplexe Verflechtungen innerhalb der indonesischen Wirtschaft und Politik erfordern zwingend Kooperationen mit lokalen Unternehmen der Branche, welche den Markt kennen und bereits über ein weitreichendes Netzwerk verfügen. Eine Herausforderung stellt auch die Finanzierung von Solarprojekten dar, da lokale Banken in Anbetracht langer Amortisationszeiträume die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten scheuen. Nicht zu unterschätzen sind zudem geographische und gesellschaftliche Gegebenheiten, welche umfassende logistische Planungen unentbehrlich machen und die Kosten für die Installation von PV-Anlagen in die Höhe treiben. Auch Nepotismus und Korruption haben sich in der Vergangenheit negativ auf die Entwicklung des Sektors ausgewirkt und sind auch heute noch nicht gänzlich überwunden.

Trotz allem sollte es das Ziel deutscher Unternehmen in der Solarbranche sein, sich einen Teil des noch zu verteilenden Kuchens zu sichern. Zwar befindet sich die Entwicklung des indonesischen Solarsektors noch am Anfang und schreitet noch langsam voran, allerdings werden steigende Treibstoffpreise durch den Abbau von Subventionen die Anwendungen alternativer Energiequellen immer dringlicher werden lassen. Die Nutzung der Solarenergie stellt nicht nur eine potenziell kostengünstige Alternative dar, sondern diese ist in Indonesien auch im Überfluss vorhanden.

Es ist also nur eine Frage der Zeit und des regulatorischen Rahmens, bis der Markt für Solartechnologie in Indonesien aller Voraussicht nach sein Potenzial entfaltet. Bereits eine kleine Anzahl von Vorzeigeprojekten könnte der Auslöser für ein beschleunigtes Marktwachstum sein.1 Um von dieser höchstwahrscheinlichen Marktexpansion zu profitieren, ist es notwendig, sich frühzeitig auf dem Markt zu positionieren.

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