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Niederlande: Zielmarktanalyse Geothermie 2015 - Mit Profilen der Marktakteure

Jahr der Veröffentlichung: 2016
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Das niederländische Kabinett Rutte II hat im Energieakkord 2013 ein ambitioniertes Ziel beschlossen: Bis 2023 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bei 16% liegen. Für die Umsetzung der Klimaziele setzt die niederländische Regierung auf eine breite Basis der nachhaltigen Energiegewinnung aus Boden, Luft, Wasser, Biomasse und Sonne.

Bisher wird die eigene Energiegewinnung hauptsächlich durch Erdgas erzielt. Nach Schätzungen des Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) reichen die eigenen Vorkommen noch circa 30 Jahre, um den jährlichen nationalen Gasbedarf zu decken. Daher müssen sich die Niederlande umorientieren.

Seit einigen Jahren wird stets mehr Geothermie genutzt. Auch wenn der Anteil an den neuen Energiequellen noch vergleichsweise klein ist, hat sich die Produktion von Wärme aus dem Boden zwischen 2009 und 2014 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurden vier Prozent der erneuerbaren Energien, die zur Energieversorgung genutzt wurden, aus Geothermie gewonnen. Die Bedeutung der Geothermie für die Wärmeversorgung und Energieerzeugung in den Niederlanden hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Besonders im Bereich der oberflächennahen Geothermie.

Laut eines Marktberichts der niederländischen Bank Rabobank wird das Interesse an Geothermie weiter steigen, hauptsächlich aufgrund der guten Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Gewächshausindustrie. Erwartet wird ein Wachstum von ca. drei bis fünf Projekten pro Jahr. Um dies zu erreichen, werden vor allem kapitalstarke Partner benötigt und ist eine steile Lernkurve ausschlaggebend. Da deutsche Unternehmen über viel Erfahrung verfügen, ist die Zusammenarbeit mit deutschen Parteien für niederländische Firmen sehr interessant. Bei fast allen Tiefengeothermie-Projekten waren deutsche Unternehmen beteiligt.

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