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- Bulgaria
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Bulgarien
Schwerpunkt: Photovoltaik, GeothermieKurzinfo zum Markt
Bulgarien ist seit 01. Januar 2007 Mitglied der EU. Ein kontinuierlich hohes Wirtschaftswachstum (2006: 6%) prägt die gesamtwirtschaftliche Situation der letzten Jahre. Ausschlaggebend dafür waren eine dynamische Inlandsnachfrage sowie steigende Investitionen, vor allem in Form ausländischer Direktinvestitionen.Der bulgarische Energiemarkt hat in den Jahren der Transformation große Veränderungen in Richtung einer Liberalisierung erfahren. Die EU-Beitrittsbestrebungen verstärkten den Einfluss von marktwirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt. Ein Großteil der staatlichen Energieerzeuger, Netzbetreiber und Versorgungsunternehmen wurden verkauft bzw. privatisiert. Diese Entwicklung hat neue Investitionen sowie einen Ausbau und die Modernisierung des Energiesektors geschaffen.
Charakteristisch für Bulgarien ist eine starke Importabhängigkeit bei den fossilen Rohstoffen und Uran. Andererseits ist Bulgarien der größte Stromexporteur auf dem Balkan. Die Stromversorgung beruhte 2006 auf der Nutzung von Atomenergie (41%), Braun- (32%) und Steinkohle (16%). Unter den Erneuerbaren Energien liegt die Wasserkraft (4%) vor der Nutzung der Windenergie (1%). Wasserkraftwerke stellen das größte Potential unter den Erneuerbaren Energien dar. Aufgrund der Potentiale an der Schwarzmeerküste hat vor allem die Windenergie hohe Wachstumsraten. Biodiesel und Bioethanolgewinnung erfahren aktuell ebenfalls eine sehr dynamische Entwicklung. Grundlage für die Energiepolitik ist das Energiegesetz aus 2003. Ein System der Einspeisevergütung wurde eingeführt sowie der Übergang zum Handel mit Grünen Zertifikaten geregelt. Dieses schafft bevorzugte Verfahren für Investitionen und regelt Netzanschluss- und Abnahmegarantien.
Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung soll bis zum Jahr 2010 auf 10% steigen. Weiter soll die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien schrittweise um 750 GWh bis 2015 und um mehr als 1.000 GWh bis 2020 gesteigert werden. Zur Umsetzung der Ziele im Biokraftstoffbereich hat die bulgarische Regierung u.a. ein Langzeitprogramm von 2008 bis 2020 beschlossen.
- Ireland
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Irland
Schwerpunkt: Wasserkraft, oberflächennahe Geothermie
Kurzinfo zum Markt
In Irland soll bis 2010 13,2% des gesamten Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dafür hat die Regierung in den letzten Jahren einige Energieprogramme gestartet und einen Einspeisetarif für Erneuerbare Energien eingeführt. Auch im Hinblick auf die Verbesserung der Energieeffizienz wurden in den letzten Jahren vermehrte Anstrengungen unternommen, speziell im Gebäudesektor.
- Venezuela
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Venezuela
Schwerpunkt: Solarenergie, Windenergie und Bioenergie
Vom 05.10. bis 09.10.2009 findet eine AHK Geschäftsreise nach Venezuela zu den Technologieschwerpunkten Solar-, Bio- und Windenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist am 6. Oktober in Caracas geplant. Zwar stehen Erneuerbare Energien in Venezuela noch ganz am Anfang ihrer Nutzung, allerdings kann über die „nationale Politik für alternative Energien“ innerhalb des Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramms der Nation für den Zeitraum 2007 – 2013 ein deutlicher Schub erwartet werden. So wurden u.a. bereits das „Comité de Energías Renovables (CER)“ und das Nationale Register für Erneuerbare Energien (RNER, Amtsblatt Nr. 38.683) eingerichtet. Das Bioenergiepotenzial Venezuelas basiert hauptsächlich auf einer jährlichen Holzproduktion von über einer Mio. m³ und der Produktion von Pflanzenölen im Umfang von ca. 96.000 Tonnen pro Jahr. Über den Aufbau einer eigenen Bioethanolproduktion auf der Basis von Zuckerrohr will Venezuela künftig 10% seines Treibstoffbedarfes decken. In einem ersten Schritt sollen bis zum Jahr 2012 mindestens 20 Destillerien errichtet werden. Ferner werden der Aufbau einer Infrastruktur zur Entsorgung eines täglich anfallenden MüIlaufkommens von 30.000 Tonnen und die Einrichtung von geordneten Deponien mit Anlagen zur energetischen Nutzung der Deponiegase erwogen. Im Solarenergiebereich fördert die Regierung derzeit die Anwendung von Off-Grid Systemen zur Elektrifizierung netzferner Siedlungen. Durch die Weiterführung des Regierungsprojektes „Sembrando Luz“ (Licht säen) sind aktuell 2.000 Systeme zur häuslichen Elektrifizierung sowie zahlreiche Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und Wasserentsalzung geplant. Darüber hinaus besteht Bedarf an einer Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Siliziumproduktion mit einer Produktion von 2.500 Tonnen pro Jahr sowie weitere Beratungsleistungen in den Bereichen Polysiliziumreinigung und Produktion von Zellen. Der Plan „Piloto Nacional de Generación Eólica“ (Nationaler Pilotplan zur Windkrafterzeugung) definiert vier potenzielle Standorte für Windparks. Allein in Pueblo Nuevo auf der La Guajira-Halbinsel sind ca. 250 km² Küstengebiet für die Erschließung und Installation von 1.500 MW vorgesehen. Im Offshore-Bereich des Golfes von Venezuela ist in zugänglichen, ruhigen und flachen Gewässern ein theoretisches Potenzial für eine Kapazität von über 10 GW ermittelt worden.
- Turkey
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Türkei
Schwerpunkt: Geothermie
Informationen zur Geschäftsreise:
Vom 27. - 29.05. 2009 findet eine AHK-Geschäftsreise in die Türkei zum Schwerpunkt Geothermie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 27.05.2009 in Izmir geplant.
Die Türkei verfügt über ein außerordentlich hohes Potenzial an nutzbarer geothermischer Energie, das sich laut der Direktion für Studien zur Elektrizitätserzeugung (Elektrik Isleri Etüt Idaresi, EIE) auf 31,5 GWth. und 2 GWel. beläuft. Noch sind allerdings viele Gebiete des Landes nicht erkundet. Vor den insgesamt erforderlichen 1,5 Mio. Bohrmetern für eine detaillierte Sondierung sind bislang erst 205.000 m abgeschlossen worden. Der Ausbau der geothermischen Energieerzeugung soll mit Hilfe privater Investoren forciert werden. Als ersten Schritt kündigte Energieminister Hilmi Güler im August 2008 die Versteigerung von Konzessionen für die Nutzung geothermischer Energie mit einer Laufzeit von 30 Jahren und der Option einer Verlängerung um weitere zehn Jahre an. Diese bezieht sich zunächst auf sechs Areale in der Ägäisregion, zwischen den Städten Manisa und Denizli. Weitere Ausschreibungen für Gebiete mit Erdwärmevorkommen für Heizzwecke und für Thermalbäder werden folgen.
Nach Studien der Generaldirektion für Rohstofferforschung und -suche (Maden Tetkik ve Arama Genel Müdürlügü, MTA) sind kurz- bis mittelfristig 33 Areale und 32 einzelne Thermalbrunnen zur Nutzung geeignet. Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren neue Kapazitäten zur Stromerzeugung von mindestens 110 MW, zur Beheizung von 30.000 Wohnungen oder 1.840 ha Gewächshausflächen sowie zur touristischen Nutzung von 100 Thermalquellen errichtet werden. Langfristig lässt sich laut MTA die geothermische Stromerzeugung auf ca. 1.000 MW installierte Leistung oder 8 TWh im Jahr ausbauen. Die Anzahl der direkt mit Erdwärme beheizbaren Haushalte wird mit 500.000 und die Gewächshausfläche mit 27.6000 ha beziffert.
Seit Mai 2005 gibt es in der Türkei das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit einer geregelten Einspeisevergütung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die derzeit für alle Technologien bei 5,5 Eurocent pro kWh liegt. Gegenwärtig ist ein Folgegesetz in Abstimmung, es werden Änderungen bezüglich Vergütungshöhe und Vergütungsdauer erwartet.
Die Vorstellung deutscher Technologie zur Energiegewinnung aus Geothermie ist ein sinnvoller Ansatz, den offenkundigen Bedürfnissen und dem Mangel an Erfahrung ein technologisch ausgereiftes Angebot gegenüberzustellen und so den Markteintritt deutscher Anbieter zu katalysieren. Das Image deutscher Produkte ist ausgesprochen gut und die Akzeptanz deutscher Technologien ist grundsätzlich sehr hoch.
- Chile
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Chile
Schwerpunkt: Kleinwasserkraft, Bioenergie, Geothermie
Informationen zur Geschäftsreise:
In Chile basieren derzeit 2,4% der gesamten installierten Kapazität zur Stromerzeugung auf erneuerbarer Energie. Das 2008 verabschiedete Gesetz „Ley de Generación con ERNC" verpflichtet die Stromproduzenten ab 2010 zu einer Quote von 5% aus EE, die ab 2015 um jährlich 0,5% gesteigert werden soll, um 2024 einen Anteil von 10% zu erreichen. Finanzielle Unterstützung erhalten EE-Projekte u.a. durch die staatliche Wirtschaftsförderungsgesellschaft CORFO für Machbarkeitsstudien und detaillierte technische Planungen von Projekten bis 20 MW sowie zur Risikominderung von geothermischen Untersuchen. Im Jahr 2008 kündigte die Regierung die Bereitstellung von 400 Mio. USD für Bürgschaften in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz an und ab 2009 stellte sie darüber hinaus zinsgünstige Kredite im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der KfW in Aussicht. Chile wurde von Point Carbon nach China und Indien als drittattraktivstes Land für die Entwicklung von CDM Projekten eingeschätzt.
Gegenwärtig werden in Chile 16% des Primärenergieverbrauches aus fester Biomasse bereitgestellt. Allein durch Abfallprodukte aus der Forstwirtschaft kann die installierte elektrische Leistung für Strom aus Biomasse von 120 auf 470 MW ausgebaut werden. Bereits existierende Mülldeponien und Kläranlagen liefern ein Biogaspotenzial von 150 MW, das zuzüglich weiterer organischer Inputstoffe auf insgesamt 400 MW geschätzt wird. Kleinwasserkraft spielt vor allem in den Andengebieten Zentral- und Südchiles eine bedeutende Rolle. Schneeschmelzen und häufige Regenfälle garantieren einen hohen Wasserzufluss und werden deshalb im ländlichen Raum als sichere Quelle zur Stromversorgung gesehen.
Im Programm zur Ländlichen Elektrifizierung (PER) sind zahlreiche Einsatz- und Finanzierungsmöglichkeiten für Wasserkraft im Bereich 100 bis 500kW vorgesehen. Für neue Wasserkraftwerke zwischen 2 und 20MW ist ein Potenzial von insgesamt 860 MW ausgewiesen. Aufgrund seiner geographischen Lage im pazifischen Feuergürtel ist Chile reich an Geysiren und Thermalquellen. Entlang der Andenkordillere sind bislang 300 Themalvorkommen mit Wassertemperaturen bis zu 300 und sogar 500 Grad Celsius erfasst. Privatfirmen können an der Erforschung und Nutzung dieser Vorkommen partizipieren, indem sie sich über öffentliche Ausschreibungen für staatlich garantierte Konzessionen bewerben. Geothermie wurde bisher nicht zur Stromerzeugung genutzt. Das theoretische Potenzial wird mit 1,2 bis 3,4 TW angegeben.
Der chilenische Markt bietet ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten für Anbieter von Technologien und Ausrüstung von Kleinwasserkraftwerken, Kraftwerken für Biomasse, Biogasanlagen und Anlagen zur geothermischen Stromerzeugung sowie für Ingenieurbüros, Projektentwickler und Consultants.
- Ecuador
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftreise Ecuador
Schwerpunkt: Photovoltaik, Solarthermie
Informationen zur Geschäftsreise:
Vom 8. bis 13.06.2009 findet eine AHK Geschäftsreise zu den Technologieschwerpunkten Photovoltaik und Solarthermie nach Ecuador statt. Die Präsentationsveranstaltung ist am 09.06.2009 in Quito geplant.
In Ecuador sind durch die nahezu gleichbleibend hohe Sonneneinstrahlung im Jahresverlauf beste Voraussetzungen für eine rentable Nutzung von Solarenergieanlagen gegeben. Laut einer aktuellen solaren Landkarte liegen die sonnenintensivsten Gebiete im Süden des Landes mit einer maximalen Einstrahlung von durchschnittlich 5.748 Wh/m²/Tag. Die Regierung will den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien drastisch anheben, wobei bis zu einer Obergrenze von 6% für EE-Strom garantierte Preise gelten sollen. Auf Solarstrom wird insbesondere im Rahmen der ländlichen Elektrifizierung fokussiert. Entsprechende Projekte erhalten seit 2004 finanzielle Unterstützung von der Weltbank. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Union über das Programm Euro-Solar zur Förderung des Einsatzes von EE-Technologien in Lateinamerika. Nationale Projekte sind auf die Provinzen Napo und Esmeraldas sowie auf die Galapagos-Inseln ausgerichtet. Zu den wichtigsten Förderinstrumenten für Solarenergieanlagen gehören garantierte Preise für PV-Strom von 0,52 US$/ kWh bis zu einer Deckelung von gegenwärtig 2% EE-Stromanteil insgesamt, der Erlass der Einfuhrumsatzsteuer auf Güter, die der EE-Stromerzeugung dienen sowie CDM- und JI- Maßnahmen. Solarthermische Anlagen sind in Ecuador noch kaum verbreitet. Um die immensen Subventionen für Flüssiggas an Privathaushalte reduzieren zu können, setzt die Regierung allerdings seit kurzem verstärkt auf die Einführung solarthermischer Warmwasserbereiter. Pläne des Ministeriums für Elektrizität und erneuerbare Energie sehen die Festlegung einer Norm für die Installation von solarthermischen Anlagen und den Austausch von jährlich mindestens 20.000 Gaserhitzern vor. Allein für 2009 wurde hierfür ein Budget von 3 Mio. US$ eingestellt.
Der ecuadorianische Markt bietet ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten für Hersteller, Zulieferer und Vertreiber von solarthermischen und PV-Anlagen und Komponenten. Die staatlichen Ausschreibungen für Projekte zur ländlichen Elektrifizierung bieten sich für Unternehmen der Geschäftsfelder Konstruktion und Installation an. Darüber hinaus unterstützt die Regierung Pläne, die zur Ansiedlung von Produktionsanlagen für PV und Solarthermie im Lande führen.
- South Korea
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Südkorea
Schwerpunkt: Geothermie, Bioenergie
Kurzinfo zum Markt:
Im Jahr 2006 lag die Importabhängigkeit im Bereich der Energieträger bei 96,5%. Die Versorgung erfolgt aufgrund der politischen Situation mit dem Nachbarstaat Nordkorea zumeist über den Seeweg. Der Wert der Energieimporte belief sich im gleichen Jahr auf 85,6 Mrd. USD, was einer Steigerung von mehr als 25% gegenüber 2005 entspricht. Die Regierung hat ein ehrgeiziges Programm gestartet, diese Abhängigkeit durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Energien (EE) zu verringern. Im Jahr 2006 hatte Südkorea mit einem Anteil von ca. 2% den geringsten Anteil Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch (PEV) unter allen OECD-Staaten. Dies soll sich laut dem „2nd Basic Plan for New & Renewable Energy Development and Deployment" ändern. Der Plan sieht bis 2011 vor, den Anteil regenerativer Energiequellen am PEV auf 5% und bei der Stromerzeugung auf 7% zu steigern. Angesichts weiter steigender Ölpreise und der hohen Importabhängigkeit ist davon auszugehen, dass die Ausbauziele für Erneuerbare Energien in den nächsten Jahren noch weiter angehoben werden. Der größte Zuwachs soll bei der Nutzung der Windenergie erfolgen, deren installierte Kapazität von 175 MW in 2006 bis auf 2.500 MW in 2012 steigen soll. Für die Entwicklung der Photovoltaik liegt die Zielmarke bei 1.300 MW. Die Meeresenergie soll bis auf 811 MW ausgebaut werden. Zur Verwirklichung dieser Ziele hat die Regierung unter Federführung der Korea Energy Management Corporation (KEMCO) Investitionsanreize durch zinsgünstige Kredite und Steuererleichterungen geschaffen und die Abnahme von Strom aus EE-Anlagen zu festen Einspeisetarifen gesetzlich verankert. Zusätzlich wurde ein 100.000-Dächer-Photovoltaik-Programm aufgelegt, das mit Investitionsanreizen den Ausbau fördert. Die installierte PV-Kapazität hat sich im Zeitraum 2006 bis 2007 auf ca. 50 MW verdoppelt. Zudem werden bereits mehrere große Windparks und Gezeitenkraftwerke realisiert bzw. geplant.
Informationen zur Geschäftsreise:
Vom 11. bis 15.05. 2009 findet eine AHK-Geschäftsreise nach Südkorea zu den Schwerpunkten Bioenergie und Geothermie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 14. 05 2009 in Seoul geplant.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion soll in Südkorea von derzeit 3% auf 8,5% im Jahr 2020 gesteigert werden. An der gesamten EE Stromerzeugung in 2007 hatte die Bioenergie einen Anteil von 5,8%, der bis 2020 auf 14% angehoben werden soll. Bis 2012 ist ein Bioenergie-Anteil an der von 12,58 TWh an der gesamten jährlichen Stromerzeugung vorgesehen. Die Ausbauziele sehen für diesen Zeitraum einen Leistungszuwachs durch feste Biomasse von 209 GWh, für Biogas von 189 GWh und für Biokraftstoffe von 459 toe pro Jahr vor. Trotz des vorhandenen natürlichen Potenzials befindet sich die Bioenergienutzung in Südkorea noch in den Anfängen. Derzeit wird Biogas aus organischen Abfällen in 97 Anlagen, Deponiegas in 13 Anlagen und Biodiesel von 17 Unternehmen hergestellt. Auch die Anwendung der Geothermie ist noch nicht weit verbreitet, der Bedarf steigt jedoch stetig. Während die Energiebereitstellung durch Erdwärme im Jahr 2007 nur 129 GWh betrug, soll sie bis 2020 auf 6.327 GWh ausgeweitet werden. Ihre Nutzung wird insbesondere für Heiz- und Kühlsysteme in Gebäuden vorangetrieben. Im Südosten des Landes existieren zahlreiche heiße Quellen. Geothermische Untersuchungen finden durch das Korea Institute of Geoscience & Mineral Resources (KIGAM) - v.a. rund um die Stadt Pohang - statt.
Zu den Förderinstrumenten für den Ausbau erneuerbarer Energien in Südkorea gehören Einspeisevergütungen (für Bioenergie je nach Energieträger und Anlagenkapazität zwischen 3,8 und 4,7 EURct/ kWh), zinsgünstige Darlehen für den Bau und Betrieb von EE-Anlagen, Nutzungszwang EE für öffentliche Gebäude (5% der Baukosten müssen auf die Installation von EE Anlagen, Energieeffizienzmaßnahmen oder beides entfallen), Zollerleichterungen i.H.v. 50% für Produkte sowie Steuerermäßigungen.
Südkorea stellt sich für deutsche Unternehmen beider Branchen als interessanter und aussichtsreicher Markt mit zahlreichen Kooperations- und Lieferchancen dar. Gute Geschäftsmöglichkeiten haben Anbieter und Lieferanten von Anlagen und Komponenten für Bioenergie- und geothermische Anlagen sowie Planungs- und Ingenieurbüros.
- Greece
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Gebäudeeffizienz in Griechenland
Projektträger für das Geschäftsreiseprogramm „Energieeffizienz in Gebäuden", das vom 18. bis zum 21. Mai in Thessaloniki stattfindet ist die AHK Griechenland.
Die Rahmenbedingungen für Energieeffizienz in Griechenland können als hervorragend bezeichnet werden. Aufgrund der starken staatlichen Förderung, des
Vorhandenseins des erforderlichen Kapitals für die notwendigen Investitionen, den Bemühungen und Initiativen aller Beteiligten und einer weiterführenden Forschung in den Bereichen Erneuerbare Energien/ Energieeffizienz kann man von einer zunehmend positiven Entwicklung des Marktes für energieeffizientes Bauen sowie für entsprechende Produkte und Technologie ausgehen.
- Czech Republic
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Tschechien
Schwerpunkt: Solarthermie, Photovoltaik
Kurzinfo zum Markt:
Das bis 2009 konzipierte Nationale Energieprogramm bildet die Richtschnur für alle künftigen Aktivitäten in der tschechischen Erneuerbare Energien-Branche. Die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind klar gesteckt. Aktuell tragen die Erneuerbaren Energien ca. 4,5% zur gesamten Stromversorgung Tschechiens bei. Dieser Anteil am Bruttostromverbrauch soll sich bis 2010 auf mindestens 8% erhöhen. An der Primärenergieversorgung sollen die Erneuerbaren Energien bis 2009 einen 5,6%igen Anteil aufweisen. Seit dem 01. August 2005 existiert mit dem neuen Ökostromgesetz (Act No. 180/2005 Coll.) das gegenwärtig wichtigste Instrument für die Förderung der Erneuerbaren Energien in der Tschechischen Republik. Das Gesetz kombiniert das seit 2002 bestehende System fester Einspeisepreise mit einem Grünen Bonussystem. Die Biomasse gilt in Tschechien als die mit Abstand wichtigste potenzielle und heute bereits am häufigsten genutzte Erneuerbare Energiequelle. Ihr Anteil am Gesamtverbrauch Erneuerbarer Energien für die Erzeugung von Strom und Wärme betrug 2005 ca. 90%. Zwei Drittel der gesamten energetisch genutzten Biomasse kommen der Wärmeproduktion zu Gute. Bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien betrug der Anteil an fester Biomasse ca. 19%. Die Windenergie befindet sich noch in der Anfangsphase ihrer Entwicklung in Tschechien, zählt jedoch ebenfalls zu den ausbaufähigen Erneuerbaren Energieformen, ebenso wie die Photovoltaik, deren kommerzielle Nutzung sich in 2007 bereits drastisch erhöht hat. Tschechien erweist sich auch als Produktionsstandort für PV Module als vorteilhaft. Im Bereich der kleinen Wasserkraft ist vor allem die Modernisierung von bestehenden Anlagen, darunter v.a. die Erneuerung der Turbinen sowie die Wiederinbetriebnahme alter und stillgelegter kleiner Wasserkraftwerke ein vielversprechender Geschäftsbereich für Investoren.
- Poland
- section: btrips
- portal: Germany
- language: Deutsch
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Geschäftsreise Polen
Schwerpunkte: Biomasse, Biogas
Informationen zur Marktsituation:
Prognosen gehen für die polnische Volkswirtschaft von einem starken Anstieg des Energieverbrauchs aus. 2005 betrug der Primärenergieverbrauch in Polen 130 Mio. t SKE. Die Energieversorgungsstruktur ist durch die Nutzung von heimischer Steinkohle (49%), gefolgt von Erdöl (19%), Erdgas (19%) sowie Braunkohle (14%) geprägt. Der Anteil der Wasserkraft- und Windenergie am Primärenergieverbrauch liegt bei (0,02%), Bei der Stromerzeugung liegt der Anteil der Kohle bei über 80%, Erneuerbare Energien inklusive Wasserkraft leisten 3%. Polen plant den EE-Anteil am Strommix auf 7,5% bis 2010 zu erhöhen. Dazu wurden in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Gesetzesnovellierungen verabschiedet. Angesichts des prognostizierten Anstiegs des Energieverbrauchs von etwa 50% bis 2025 sieht sich die polnische Regierung zum Handeln veranlasst. Sie plant bereits weitere Gesetzesverbesserungen und Förderprogramme in Bezug auf die Wind- und Bioenergienutzung sowie Kleinwasserkraft. Die Geothermie verfügt in Polen über ein großes natürliches Potenzial. Neben der für ansässige Stromerzeuger und Unternehmen aus dem Strom- oder Verkehrssektor bereits geltenden Pflicht zum Erwerb von Grünstromzertifikaten plant die Regierung durch weitere Maßnahmen, die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien zu verbessern. Seit März 2005 sind Energieversorger zum Erwerb von Herkunftszertifikaten (Grüne Zertifikate) und deren Abschreibung bis zum 31. März des Folgejahres verpflichtet. Die Vorgabe für Herkunftszertifikate liegt 2007 bei 5,1% und wird schrittweise bis 2010 auf 10,4% erhöht.
Informationen zur Geschäftsreise:
Vom 15. bis 19.06.2009 findet eine AHK-Geschäftsreise nach Polen zu den Schwerpunkten feste Biomasse und Biogas statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 16.06.2009 in Warschau geplant. Gemäß der Richtlinien der EU muss Polen in den Jahren 2008-2012 seine CO2-Emissionen von 284,6 Mio. t. auf 208,5 Mio. t. jährlich senken und den Anteil an erneuerbaren Energien (EE) am Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 15% steigern. Der EE Anteil am Primärenergieverbrauch betrug im Jahr 2007 6,9%. Davon wurden 91,3% (190.510 TJ) aus Biomasse und 1,3% (2.708 TJ) aus Biogas bereitgestellt. Am Stromverbrauch waren EE mit 3,2% beteiligt. Etwa 43% (1.851.407 MWh) davon wurden aus fester Biomasse bereitgestellt, die überwiegend in der Co-Verbrennung mit fossilen Energieträgern zum Einsatz kam. Etwa 3,6% des EE-Stroms wurde aus Deponie- und Klärgas erzeugt. Landwirtschaftliche Biogasanlagen gibt es in Polen dagegen erst wenige. Allerdings sollen nach dem Plänen der Regierung 2.000 dieser Anlagen bis zum Jahr 2020 errichtet werden Das Land hat ausreichende Ressourcen und gute Bedingungen für den Anbau von Energiepflanzen. Für diesen Zweck stehen zusätzlich 2 Mio. ha derzeit brachliegender landwirtschaftlicher Nutzfläche zur Verfügung.
Die Förderung der Stromproduktion aus EE basiert auf dem Quotenmodell. Danach sind die polnischen Energiegesellschaften verpflichtet, einen gesetzlich festgelegten Anteil des von ihnen an die Endabnehmer verkauften Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen oder selbst zu erzeugen. Dieser Anteil betrug im Jahr 2008 7,0% und soll bis 2017 auf 12,9% ansteigen. Erzeuger von EE Strom können sich über das Amt für Regulierung der Energetik „Grüne Zertifikate" ausstellen lassen, die seit 2005 auf der Energiebörse handelbar sind. Durch den Erwerb der grünen Zertifikate können die Energiegesellschaften ihre Quotenpflicht erfüllen. Die Preisobergrenze für die Zertifikate wird durch eine Ersatzgebühr von derzeit 248,46 PLN (ca. 63 EUR) pro MWh definiert, die den Energieunternehmen bei Nichterfüllung der Quote in Rechnung gestellt wird. Die Energiegesellschaften sind zur Abnahme von Wärme aus EE verpflichtet, wenn dadurch kein Anstieg der Wärmepreise verursacht wird. Der Anschluss ans Wärmenetz kann nicht verweigert werden, wenn die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben sind. Weitere Förderinstrumente sind staatliche Beihilfen für Investitionen im EE- Bereich in einer Höhe von 30 bis 50% der anrechenbaren Projektkosten. Landwirtschaftliche Betriebe können darüber hinaus EU- Mittel aus dem Strukturfonds oder aus dem Operationsprogramm „Infrastruktur und Umwelt" für Bioenergieprojekte in Anspruch nehmen. Auch in Polen ist bekannt, dass deutsche Technologie in den Bereichen Biomasse und Biogas Maßstäbe setzt, so dass gern auf das bewährte Know-how der Nachbarn zurückgegriffen wird. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten sich ausgesprochen gute Geschäftsmöglichkeiten für Hersteller von schlüsselfertigen Anlagen und Anlagenkomponenten, aber auch für Unternehmen der Geschäftsfelder Projektierung/ Bauausführung und Projektentwicklung/ Beratung.



























































