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  • Cuba
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Kuba

    Schwerpunkt: Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie, Bioenergie

    Kurzinfo zum Markt

    Für die 120.000 noch nicht an das nationale Netz angeschlossenen kubanischen Haushalte soll die Strombereitstellung über dezentrale Systeme sichergestellt werden. Derzeit versorgen etwa 8.000 Photovoltaik-Systeme mit einer Gesamtleistung von 2,5 MW insbesondere Schulen, Polikliniken und Fernsehsäle in entlegenen netzfernen Orten. Ab 2015 wird der Schwerpunkt sukzessive auf Systeme zur Einspeisung von Solarstrom ins Netz verlagert. Solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung (SWH) sind vor allem auf Dächern von Hotels und Krankenhäusern im Einsatz. Aufgrund des enormen natürlichen Potenzials und der großen Nachfrage wird die Anzahl der SWH- Anlagen von 4.800 im Jahr 2007 auf mindestens 50.000 im Jahr 2020 ansteigen.

    Im Rahmen eines Programms zur Gewinnung von Bioethanol aus Rückständen und Nebenprodukten der Zuckerrohrverarbeitung werden aktuell 11 der 17 Destillationsbetriebe modernisiert. Bis 2010 soll die Produktionskapazität von 180 Mio. auf 500 Mio. Liter/Jahr ausgeweitet werden. Das kubanische Bioethanol dient ausdrücklich nicht als Treibstoffzusatz, sondern soll für die pharmazeutische Industrie und zum Betreiben von Benzinkochern bereit stehen. Auf Kuba werden Zuckerrohrrückstände (Bagasse) auch zur Stromerzeugung genutzt. Gegenwärtig ist eine Kapazität von 478,5 MW installiert, die allerdings nur während der drei bis vier Erntemonate zur Verfügung steht. Sie deckt vorranging den Eigenbedarf der Zuckerindustrie und speist während dieser Zeit auch etwa 10% des erzeugten Stromes in das nationale Netz ein. Über die Installation effizienterer Anlagen und eine entsprechende Steigerung der Zuckerproduktion soll bis 2010 ein Zubau von 500 MW realisiert werden.

    Das technische Windkraftpotenzial der Insel wird auf 4.500 MW geschätzt. Im Jahr 2007 waren etwas mehr als 7 MW installiert. Bis 2020 könnte die Kapazität auf 500 MW erweitert werden, sofern die notwendige Infrastruktur ausgebaut wird. Die ersten größeren Bestellungen zur Lieferung von Windkraftanlagen werden 2009 erwartet.

    Offene Ausschreibungen werden auf Kuba nicht durchgeführt. Energoimport (Außenhandelsunternehmen zuständig für Energieerzeugungsanlagen) fordert vielmehr potenzielle Technologie- und Dienstleistungslieferanten direkt zu einer Angebotsabgabe auf. Umgekehrt können sich aber auch deutsche Anbieter bei Energoimport vorstellen. Das Interesse des kubanischen Außenhandelsunternehmens an einer Diversifizierung der Bezugsquellen ist groß, so dass sich eine Kontaktaufnahme empfiehlt.

    MINBAS (Ministerium für Basisindustrien) schließt bei Projekten größeren Umfangs private Betreibermodelle wie BOT (build, operate, transfer) beziehungsweise BOOT (build, own, operate, transfer) nicht mehr aus. Außerdem können über den Clean-Development-Mechanism (CDM) Emissionszertifikate bezogen werden.

  • Italy
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Italien

    Schwerpunkt: Solarthermie, Photovoltaik

    Kurzinfo zum Markt

    Insgesamt wurden 186,11 Mt RÖE an Primärenergie in Italien 2006 verbraucht. Fossile Energieträger hatten daran einen Anteil von ca. 92%. Insgesamt war Italien im Jahr 2005 mit 84,4% bei der Energieversorgung des Landes von Importen abhängig.

    Zum Vergleich, der EU-25-Durchschnitt lag im selben Jahr bei 52,9%. Italien zählt derzeit zu den interessantesten Erneuerbare Energien-Märkte weltweit. Im aktuellen Renewable Energy Attractiveness Index rangiert Italien an 7. Stelle. Das unverbindliche Ausbauziel bis 2010 von 2.500 MW an Windkraftleistung wurde bereits im Jahr 2007 übertroffen. Gleichwohl ist auch für die kommenden Jahre mit einem erheblichen Wachstum zu rechnen. Zahlreiche Projekte befinden sich bereits in der Planungs- oder Bauphase. Einen wahren Boom erwarten Experten angesichts der hohen Solareinstrahlung und der Förderung durch die Novellierung des Conto Energia 2007 im PV-Sektor. Hier soll die installierte Leistung von derzeit 60 MW auf 8.500 MWp bis 2016 ausgebaut werden.

    2008 sind eine ganze Reihe neuer Regelungen in Kraft getreten. Das System der Grünen Zertifikate wurde eingehend reformiert. Die Quote für Strom aus Erneuerbarer Energie wird bis 2012 um 0,75% jährlich erhöht (bislang 0,35 %) und technologiespezifische Koeffizienten unterscheiden jetzt zwischen den einzelnen Energiequellen. Neben dem 2007 erneuerten Einspeisetarifsystem Conto Energia im PV-Bereich wurden Anfang 2008 außerdem lukrative neue Einspeisevergütungen für Anlagen bis 1 MW Leistung (bis 200 kW im Bereich Windkraft) und für solarthermischen Strom eingeführt.

     

  • Hungary
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Ungarn

    Schwerpunkt: Solarthermie, Photovoltaik

    Kurzinfo zum Markt

    Der nationale Entwicklungsplan Ungarns sieht vor, bis 2013 insgesamt 170 Millionen Euro an Fördermitteln für EE-Projekte bereitzustellen. Die Mittel sollen vorwiegend aus EU-Fonds stammen. Insbesondere im Bereich der Bioenergie können hohe Wachstumsraten verzeichnet werden. 

  • United States
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise USA San Francisco

    Schwerpunkt: Solarthermie, Photovoltaik

     

    Informationen zur Marktsituation:

    Das seit 2005 in Kraft getretene Energiegesetz der Bush-Administration setzt weiterhin auf den Ausbau fossiler und atomarer Ressourcen zur stetig wachsenden Energienachfrage des Landes. Neuerungen gibt es aber auch für die Nutzung regenerativer Ressourcen. Die in diesem Zusammenhang wichtigsten Teile des Gesetzes sind die Steuerbegünstigungen bei der Stromproduktion aus Windkraft, Biomasse, Geothermie und kleiner Wasserkraft. Solar-, Brennstoffzellen- und Mikroturbinen-Systeme werden durch Steuernachlässe bei der Anschaffung verbilligt. Mit einem Aufschwung in der Wind- und Solarbranche in den USA ist insbesondere nach der Wahl des neuen Präsidenten Barack Obama zu rechnen - hierbei sind jedoch die zusätzlichen Förderungen in den einzelnen Bundesstaaten ausschlaggebend.

  • Greece
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Griechenland

    Schwerpunkt: Photovolaik

    Kurzinfo zum Markt:

    Griechenland hat am 27. Juni 2006 mit dem Gesetz Nr. 3468 „Strom aus Erneuerbaren Energiequellen (EE) und hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungen (HEKWK) sowie weitere Verordnungen" Voraussetzungen geschaffen, um bis zum Jahre 2010 20,1% bzw. bis 2020 29% des gesamten Stromverbrauches aus Erneuerbaren Energiequellen abzudecken. Am 15.01.2009 wurde vom griechischen Entwicklungsministerium das neue Photovoltaikgesetz, bezüglich der Rahmenbedingungen von Investitionen in Photovoltaikanlagen und deren Einspeisevergütungen in Griechenland verabschiedet.

  • Croatia
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Kroatien

    Schwerpunkt: Bioenergie

    Kurzinfo zum Markt


    Da die Republik Kroatien seit 2005 einen möglichst schnellen EU-Beitritt anstrebt, werden die EU-Richtlinien zur Liberalisierung des Strom-, Öl- und Gasmarktes bei den Reformen des Energiesektors umgesetzt. Bis 2010 sollen neue Kraftwerkskapazitäten errichtet werden, um die hohe Abhängigkeit an Energieimporten zu verringern und den parallel zum Wirtschaftswachstum ansteigenden Energiebedarf zu decken. In diesem Zusammenhang wird der Ausbau Erneuerbarer Energien durch spezielle Förderprogramme und Einspeisetarife vorangetrieben.

  • United States
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise USA New York

    Schwerpunkt: Bioenergie

     

    Informationen zur Marktsituation:

    Das seit 2005 in Kraft getretene Energiegesetz der Bush-Administration setzt weiterhin auf den Ausbau fossiler und atomarer Ressourcen zur stetig wachsenden Energienachfrage des Landes. Neuerungen gibt es aber auch für die Nutzung regenerativer Ressourcen. Die in diesem Zusammenhang wichtigsten Teile des Gesetzes sind die Steuerbegünstigungen bei der Stromproduktion aus Windkraft, Biomasse, Geothermie und kleiner Wasserkraft. Solar-, Brennstoffzellen- und Mikroturbinen-Systeme werden durch Steuernachlässe bei der Anschaffung verbilligt. Mit einem Aufschwung in der Wind- und Solarbranche in den USA ist insbesondere nach der Wahl des neuen Präsidenten Barack Obama zu rechnen - hierbei sind jedoch die zusätzlichen Förderungen in den einzelnen Bundesstaaten ausschlaggebend.

     

    Informationen zur Geschäftsreise:

    Vom 22. bis 26.06.2009 findet eine AHK Geschäftsreise in den US Bundesstaat New York zum Schwerpunkt Bioenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 23.06. in Syracuse geplant.

    Der Anteil an erneuerbaren Energien (EE) am Energieverbrauch von insgesamt 106,84 TJ betrug in den USA im Jahr 2007 etwa 7%, wobei gut die Hälfte davon aus Bioenergie stammte. Ziele zum Ausbau der EE werden auf Bundesstaatebene etwa über die Definition von Renewable Portfolio Standard (RPS) gesetzt. Auf diese Weise wollen derzeit 28 Bundesstaaten einen Anteil an EE- Strom von 15 bis 25% im Jahr 2020 sicherstellen. Erstmalig wird nun auch auf Bundesebene über einen nationalen RPS von 25% bis 2025 bzw. ein nationales Erneuerbare-Energien-Gesetz gesprochen.

    In den USA gibt es eine Vielfalt von eingesetzten Biomassetechnologien - von Holz- und Holzschnitzelöfen in Wohnhäusern bis hin zu neuartigen Bioraffinerien. Im Bereich Stromerzeugung sind mehr als 11 GW Kapazität auf Bioenergiebasis installiert, bis Ende 2010 sollen weitere 2 GW hinzukommen. Ziel ist es, bis 2030 20% der Kraftstoffe und 25% der Chemikalien auf Basis von Biomasse zu produzieren. Obschon die USA bereits jetzt weltweit der größte Hersteller von Bioethanol ist muss die Produktion zur Erreichung des Ziels bis dahin verdreifacht werden. Die geltende Gesetzgebung und die starke Förderung der EE in vielen Bundesstaaten versetzen auch den anderen Bioenergie-Technologien einen deutlichen Schub, der ein großes Potenzial für deutsche Unternehmen in sich birgt: Nachgefragt werden insbesondere Anlagen zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme auf Basis fester Biomasse, Biogasanlagen für den Agrarbereich, Biodieselanlagen, diverse Verfahren zur Herstellung und Nutzung biogener bzw. synthetischer Kraftstoffe auf Biomassebasis, sowie Komponenten für Bioethanolanlagen, incl. Messtechnik, Verfahrenstechnik, Lagerung und Transport der Rohmaterialien. Deutsche Unternehmen sollten jetzt die Chance nutzen in den US-Markt einzusteigen, um Verbindungen und Vertriebskanäle in den USA aufzubauen. Auf der AHK Geschäftsreise nach Syracuse erwarten Sie Anlagenbauer, Projektentwickler, Geschäftspartner im Zuliefererbereich, Ingenieurbüros, mögliche Vertriebspartner sowie wichtige Multiplikatoren, die mit Ihnen in persönlichen Kontakt treten wollen.

     

  • Tunisia
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Tunesien

    Schwerpunkt: Solarenergie

    Informationen zur Marktsituation:

    Seit kurzem gibt es klare politische Vorgaben der tunesischen Regierung, die Erneuerbaren Energien und Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz innerhalb der nationalen Strategie zur Energieversorgung zu fördern. Ziel ist es, das bisher weitgehend ungenutzte Potenzial der Erneuerbaren Energien von lediglich 3% bis zum Jahre 2010 auf einen Anteil von 25% an der Energieversorgung auszubauen.

    Informationen zur Geschäftsreise:

    Vom 02. - 05.06.2009 findet eine AHK Geschäftsreise zum Technologieschwerpunkt Solarenergie nach Tunesien statt. Die Präsentationsveranstaltung ist am 03.06.2009 in Tunis geplant.
    In Tunesien sorgen hervorragende Einstrahlungsverhältnisse mit einer Sonnenscheindauer von 2.800 bis 3.022 h/a für die besten Voraussetzungen zur Nutzung der Solarenergie. Bis zum Jahr 2011 plant die Regierung einen Ausbau erneuerbarer Energien von derzeit 4% auf 10% am Endenergieverbrauch. Um dieses Ziel zu erreichen, sind zahlreiche Förderinstrumente implementiert worden. Neben Ermäßigungen für Einfuhrzölle, Steuererleichterungen und dem Erlass der Mehrwertsteuer für den Erwerb von EE-Anlagen können Zuschüsse über verschiedene Programme gewährt werden. So stellt das Public-Private-Partnership-Programm öffentliche Beiträge bis zu 200.000 EUR bereit, wenn das Unternehmen einen mindestens gleich hohen Eigenbeitrag leistet. Finanzielle Unterstützung im EE-Bereich gibt es auch für die Durchführung von Demonstrationsprojekten (max. 50%, bis ca. 54.000 EUR und für Investitionsvorhaben (max. 20%, bis ca. 54.000 EUR. Derzeit wird eine Aktualisierung des Portfolios von Clean Development Mechanism (CDM)-Projekten vorgenommen. Die mehr als 50 bisher vorbereiteten CDM-Vorhaben zielen auf die Minderung der Treibhausgasemissionen in Verbindung mit einem Technologietransfer ab. Künftig soll die deutsch-tunesische Kooperation im CDM Bereich insbesondere auf dem Gebiet Solarthermie verstärkt werden.


    Hauptanwendungsgebiete für solarthermische Anlagen in Tunesien sind Warmwasserbereiter in privaten Haushalten, Hotels und Schulen. Die installierte Kapazität soll bis 2011 von derzeit 242.000 m² auf 740.000 m² ausgeweitet werden. PV-Anlagen werden bislang hauptsächlich zur ländlichen Elektrifizierung eingesetzt. Bis 2011 sollen mindestens 20.000 weitere Haushalte in abgelegenen Gebieten mit PV-Anlagen ausgerüstet werden. Für die PV-Branche besonders interessant ist eine allmähliche Verschiebung des Schwerpunktes hin zum Betrieb von netzgekoppelten Anlagen, der künftig entsprechend stärker gefördert werden soll. Der tunesische Markt bietet ausgezeichnete Geschäftsmöglichkeiten für Hersteller, Zulieferer und Händler der Solarbranche.

  • Canada
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Kanada

    Schwerpunkt: Bioenergie

     

    Kurzinfo zum Markt:

    Kanada ist der drittgrößte Erdgaserzeuger und siebtgrößte Erdölförderer weltweit. Das Land verfügt über die zweitgrößten Erdölreserven der Erde. Durch die ernormen Energiereserven kann Kanada sowohl fossile Energieträger als auch Strom exportieren. Die Primärenergieproduktion Kanadas betrug 2006 rund 17.300 PJ.

    Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Primärenergieerzeugung lag bei ca. 4%. Insgesamt war eine Kraftwerksleistung von 115 GW installiert. Der Hauptanteil (67,5 GW) entfiel auf große Wasserkraftwerke. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Kraftwerksleistung hat die kanadische Regierung das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an Neuinstallationen bis 2010 auf insgesamt 10% zu steigern. Unter den Erneuerbaren Energien verzeichnet insbesondere die Windenergie derzeit große Wachstumsraten. So ist der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung alleine zwischen 2005 bis 2007 um mehr als das Doppelte gestiegen. Die einzelnen Provinzen verfolgen ihrerseits ehrgeizige Ausbauziele im Bereich Windenergie. So will die Provinz Ontario bis 2010 eine installierte Kapazität von 2.100 MW erreichen. Quebec strebt bis 2015 sogar alleine 4.000 MW an installierter Kapazität an. Manitoba plant die Kapazitäten langfristig auf 1.000 MW auszubauen.

    Gute Entwicklungschancen werden auch der Bioenergie zugeschrieben. Beobachter sehen neben Potenzialen für die feste Biomasse größere Entwicklungsmöglichkeiten für die Bereiche Biogas und Biotreibstoffe, deren Anteil im Transportsektor erhöht werden soll. Ontario ist die erste Provinz Kanadas, die ein Einspeisetarifsystem nach deutschem Vorbild eingeführt hat. Das ebenfalls geltende bundesstaatliche Förderprogramm "ecoENERGY Renewable Program" ist sowohl für den Wärme- als auch für den Strombereich ausgelegt.

     

    Informationen zur Geschäftsreise:

    Vom 04. bis 08. Mai 2009 findet eine AHK-Geschäftsreise in die kanadische Provinz Québec zum Schwerpunkt Bioenergie statt. Die Energiepolitik wie auch Klimaschutz- und Energieeinsparziele gehören in den Kompetenzbereich der kanadischen Provinzen. Entsprechend divers sind die aktuellen Rahmenbedingungen für den Bioenergiesektor im Lande. Die wichtigsten Förderinstrumente in der Provinz Québec sind das seit Dezember 2006 laufende Programme Biogaz und das im April 2008 bekannt gegebene Förderprogramm Prime-Vert. Letzteres soll Landwirte bei ihren Aktivitäten zur Reduzierung von Treibhausgasen und der Erhaltung der Wasserqualität finanziell unterstützen. Förderfähig sind verschiedene Baumaßnahmen, u.a. Anlagen zur energetischen Verwertung von landwirtschaftlichen Abfällen. Für den Bau von Biogasanlagen etwa können bis zu 30 % (maximal 100.000 CAD) der anfallenden Kosten bezuschusst werden. In der Provinz Québec ist für EE-Anlagen bis 50 kW die Gutschrift der selbst erzeugten und verbrauchten Strommenge zum Endkundenstrompreis im Rahmen der Stromrechnung erlaubt (net-metering). Netzzugang haben dagegen nur Produktionskapazitäten, die über eine Ausschreibung den Zuschlag erhalten haben. Im Bereich Biomasse ist derzeit eine Ausschreibung durch Hydro-Québec über eine 125 MW Biomasse KWK- Anlage in Vorbereitung. Vielerorts nutzen jedoch Sägewerke ihre Holzabfälle für die Stromproduktion zur Eigenversorgung. Die Entwicklung des Biogassektors steht in Kanada noch ganz am Anfang. In Québec gibt es neben einigen Großanlagen zur Stromerzeugung aus Deponiegas erst zwei Biogasanlagen, von denen eine ihr Biogas aufbereitet und ins Erdgasnetz einspeist. Bei der Wärmeerzeugung kommt der Biomasse traditionell eine wichtige Stellung zu. Holz wird in mehreren Millionen Haushalten als zusätzliche und in 100.000 Haushalten als alleinige Heizquelle verwendet. Im Jahr 2007 wurden in Kanada schätzungsweise 1,7 Mio. Tonnen Holzpellets hergestellt (zum Vergleich: in Deutschland 2008: ca. 1,3 Mio. Tonnen). In Québec werden 12 Biomasse KWK-Anlagen betrieben, die insgesamt über eine Kapazität von 285 MW verfügen.
    Nach Schätzungen der Regierungsinstitution Sustainable Development Technology Canada können innerhalb der nächsten fünfzehn bis zwanzig Jahre 17 % des gesamten kanadischen Energieverbrauchs aus Biomasse gewonnen werden. Dazu ist jedoch die Einbeziehung neuer Technologien aus dem Ausland notwendig. Marktchancen für deutsche Unternehmen ergeben sich also vor allem durch den Vorsprung an technischem Know-How sowie die langjährige Erfahrung in der Projektierung. Besonders gefragt sind Hersteller von schlüsselfertigen kleinen landwirtschaftlichen Biogasanlagen für die Eigenversorgung mit Strom und Wärme bzw. Hersteller und Lieferanten von Komponenten dafür, Technologie- und Komponentenanbieter für Biomasse KWK-Anlagen bis zu 1,5 MW sowie Projektentwickler von Elektrizitäts- und Wärmenetzwerken im Gemeindebereich.

  • Argentina
  • Sección: btrips
  • portal: Alemania
  • idioma: Deutsch
  • Geschäftsreise Argentinien (Paraguay, Uruguay)

    Schwerpunkt: Bioenergie, Biogas

    Informationen zum Markt:

    Nach der schweren Wirtschaftskrise von 2001/02 befindet sich die argentinische Volkswirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Der mit dem Wachstum einhergehende steigende Energiebedarf wird dazu führen, dass die Öl- und Gasvorkommen des südamerikanischen Landes langfristig nicht mehr ausreichen und Argentinien zu einem Nettoimporteur von Energierohstoffen werden wird. Insbesondere in den Bereichen der Windkraft und der Produktion von Biodiesel aus Soja verfügt das Land über ein großes Potential. Neben einer Abnahmegarantie für Strom aus Windkraft und Solaranlagen und einer geringen Einspeisevergütung existieren zahlreiche andere Sonderprogramme zur ländlichen Elektrifizierung und zusätzliche Regelungen auf Provinzebene. Die Energiekrise der vergangenen Jahre hat die Diskussion um verstärkte Nutzung des EE-Potentials in Argentinien zusätzlich vorangetrieben.

    Informationen zur Geschäftsreise:

    Vom 02. bis 08.06. 2009 findet eine AHK Geschäftsreise nach Argentinien zum Schwerpunkt Bioenergie statt. Die Präsentationsveranstaltung ist für den 03.06. in Buenos Aires geplant. Argentiniens Primärenergieverbrauch von insgesamt 78 Mio t ROE (2006) basiert zu knapp 89 % auf Erdöl und Erdgas aus überwiegend heimischer Förderung und zu etwa 8% auf regenerativen Energiequellen. Rund 4,2% entfallen auf die Nutzung der Wasserkraft. Die energetische Nutzung von Abfällen der Forstwirtschaft sowie Bagasse machen rund 2% aus. Gemessen am Stromverbrauch lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 36%, von denen rund 35% aus großen Wasserkraftanlagen und nur 0,1% aus Bioenergieanlagen stammten.
    Die argentinische Regierung plant eine Erhöhung des Erneuerbaren-Energien-Anteils an der Stromerzeugung ohne große Wasserkraft von derzeit 1% auf 8% bis zum Jahr 2016. Dafür sollen etwa im Bioenergiesektor die Kapazitäten auf 440 MW ausgeweitet werden. Erste Schritte in diese Richtung sind in den Jahren 2008 / 2009 mit der Planung von 11 konkreten Bioenergieprojekten auf der Basis von Klärgas, Bagasse und Abfällen der Forstwirtschaft in die Wege geleitet worden.
    Argentinien verfügt über ein außerordentlich hohes Bioenergiepotenzial, wobei der Fokus bislang auf dem Biotreibstoffsektor lag. Im Biomassebereich sind derzeit mindestens 536 Kt überwiegend ungenutzte Holzabfälle und 800 Kt Bagasse für die Energieerzeugung verfügbar. Darüber hinaus ist auf 278.000 ha (2002) Eukalyptus als nachwachsender Rohstoff angepflanzt worden. In der Landwirtschaft entstehen pro Jahr ca. 34,4 Mio. t organische Abfälle, deren energetische Verwertung sich jedoch aufgrund der überwiegend extensiven Produktion schwierig gestaltet. Unmittelbar verfügbar sind jedoch die Abfälle aus der Lebensmittelindustrie, kommunale Abwässer sowie tierische Rückstände in Betrieben mit „Feed Lots" Rinderhaltung und in großen Geflügelzuchtbetrieben.
    Die für Solar- und Windenergieanlagen geltende Einspeisevergütung ist bislang noch nicht auf Bioenergieanlagen ausgeweitet worden. Hier basiert die Förderung hauptsächlich auf verschiedenen Steuererleichterungen, zinsgünstigen Krediten und öffentlichen Ausschreibungen. Für den Zugang zum Stromnetz ist eine Registrierung beim MEM (Mercado Eléctrico Mayorista) erforderlich. Dabei werden an Erneuerbaren-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung keine besonderen Anforderungen gestellt.
    Der argentinische Bioenergiemarkt bietet sehr gute Geschäftsmöglichkeiten für Produzenten, Vertriebs- und Handelsunternehmen, Zulieferer und Berater aus den Bereichen Biogas, Biomasse und Biokraftstoffe. Dabei können sich deutsche Unternehmen direkt (Kapitalinvestition in Projekte) oder indirekt (technologische Beratung oder Technologieexport) an den geplanten Ausbauzielen und Projekten beteiligen.

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