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Brasil: Die Biovielfalt des Planeten ist am Abnehmen

Published at: 10/10/2013
source: Ricardo Rose
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Die Artenvielfalt hat in den letzten Jahrzenten dramatisch abgenommen. Das von Menschen verursachte Artensterben wirkt sich jedoch auch wieder auf unsere Lebensbedingungen aus. Die Anstrengungen zum Schutz der Artenvielfalt können durch eine umfassende Gesetzgebung unterstützt und verbessert werden, damit wir langfristig von der Genialität von Flora und Fauna in Wissenschaft ud Wirtschaft profitieren können.

Die Biovielfalt, also die Mannigfaltigkeit von in einer bestimmten Region oder in einem bestimmten Ökosystem vorhandenen Lebewesen, ist weltweit gesehen am Abnehmen. Statistiken in Bezug auf das Verschwinden von Vertretern der Tier- und Pflanzenwelt verraten einen Vernichtungsrythmus von täglich drei Arten. Der US-amerikanische Biologe Edward O. Wilson schreibt in seinem Buch “Die Zukunft des Lebens”, dass wenn dieser durch die Tätigkeit des Menschen verursachte Rythmus des Biosphärenschwunds beibehalten wird, wir in den nächsten 100 Jahren die Hälfte aller auf der Erde vorhandenen Lebensformen vernichtet haben werden. Das ist eine tragische Begebenheit, die wohl nur mit den während der letzten 420 Millionen Jahre auf unserem Planeten sechsmal stattgefundenen Massensterben zu vergleichen ist. Es ist sogar ein wenig ironisch, dass gerade eine der letzten im Verlauf der Weltgeschichte entstandenen Gattungen – nämlich die des Homo sapiens –, das Aussterben von Millionen anderer Lebensformen, die schon zehn oder hundert Millionen Jahre vorher auf dem Planeten anwesend waren, verursacht.

Beim Versuch diesen Zerstörungsrythmus zu verringern, haben die Vereinten Nationen die Konvention über Biovielfalt geschaffen, an der 193 Länder beteiligt sind. Anlässlich der im Jahre 2002 stattgefundenen Konferenz hat die Konvention einige Ziele zur Verringerung des jährlich stattfindenden Biovielfaltverlustes bis 2010 gesetzt, die von allen an der Konvention beteiligten Ländern vereinbart wurden. Auch nachdem 2010 zum Internationalen Jahr der Biovielfalt erklärt wurde, und trotz aller von Forschungsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Körperschaften unternommenen Anstrengungen, sind diese Ziele nicht erreicht worden. Es mehren sich vielmehr die Anzeichen dafür, dass auf dem gesamten Planeten ein beschleunigter Rückgang der Biovielfalt, und zwar durch die Vernichtung von Ökosystemen, Arten und Unterarten stattfindet. Das wird durch einige von Fachleuten beobachtete konkrete Tatsachen bewiesen: Die verringerte Anzahl von Amphibienarten sowie ein rapider Verfall der Seekorallen; darüber hinaus hat sich die Anzahl der Wirbeltierarten von 1970 bis 2006 um fast ein Drittel verringert – um nur einige Beispiele zu nennen.

Es handelt sich nicht nur um das Verschwinden von Tieren und Pflanzen, die sich über Millionen Jahre und bis auf ihren heutigen Stand entwickelt haben. Es geht auch darum, dass dann Lebensformen nicht mehr existieren werden, die wir noch gar nicht studiert haben, die uns jedoch viel über die Entwicklung unserer eigenen Gattung verraten und uns auch dabei helfen können, uns selbst besser zu verstehen und auch unseren Platz innerhalb des Kosmos zu begreifen. Praktisch gesehen können wir durch diese Arten Wirkstoffe gegen den Krebs, die Alzheimer-Krankheit oder HIV entdecken; oder vielleicht ganz einfach Formeln entwickeln, die uns z.B. dabei helfen würden, uns schneller von einem Kater zu erholen. Mit dem Aussterben dieser Arten verringern sich jedoch auch unsere Chancen intensiver leben zu können – und dies unter allen Aspekten.

Die wichtigste Maßnahme, die wir beim Versuch den Aussterberythmus der Biovielfalt zu bremsen, treffen können, ist ihr Habitat zu schützen; nämlich die Wälder, Steppen, Felder, Mangrovensümpfe und Meere, also alle natürlichen Umfelder. Zu diesem Zweck müssen wir aber lernen, die bereits erschloßenen Gebiete besser zu nutzen – sei es durch Vieh- oder Landwirtschaft, Bergbau, Fischerei oder andere Tätigkeiten -, ohne aber die noch wenig berührten Ökosysteme zu bedrohen. Dies alles wir jedoch nur mit besserer Technologie, mehr Wissen und einer besseren Gesetzgebung möglich sein; nicht aber durch übermäßige Ausbeutung oder Aufweichung der vorhandenen Gesetze.

 

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