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Marktanalyse: Energieeffizienz in der Industrie in der Türkei

Jahr der Veröffentlichung: 2015
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Der steigende Energiebedarf der Türkei wird in hohem Maße durch Importe gedeckt, die zum Zahlungsbilanzdefizit beitragen. Hohe Energiekosten haben daher sowohl bei der Regierung als auch in der Privatwirtschaft das Bewusstsein geschärft, die Energieeffizienz zu verbessern. Bei einem durch Wirtschaftswachstum, Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens, positiven demografischen Trends und Urbanisierung geförderten Anstieg des Energieverbrauchs um durchschnittlich 6% in den vergangenen Jahren erfolgen hohe Investitionen sowohl in die Energieinfrastruktur als auch in Energieeffizienzmaßnahmen.

Die Industrie hat mit 36% den größten Anteil am gesamten Energieverbrauch, wobei ein wesentlicher Anteil auf energieintensive Industriezweige entfällt. Es wird prognostiziert, dass diesen Anteil in 2020 auf 56% steigen wird. Die türkische Industrie hat erkannt, dass das Thema Energieeffizienz einen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und zur Modernisierung leistet. Angesichts hoher Einsparungsmargen amortisieren sich Investitionen schnell, staatliche Förderung wiederum bietet einen zusätzlichen Anreiz.

Die türkische Regierung hat die Verbesserung der Energieeffizienz zu einem ihrer strategischen Ziele bis 2023 gemacht und sich das Ziel gesetzt, die Energieintensität um 20% gegenüber dem Stand von 1991 zu senken. Dies wird zum einen durch neue Standards und Förderprogramme, zum anderen durch Bildungsmaßnahmen und öffentliche Kampagnen wie beispielsweise die „Energieeffizienz-Woche“ erreicht, die in jeder zweiten Januarwoche durchgeführt wird. Mit dem 2007 verabschiedeten Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz wurde eine moderne Struktur zur Entwicklung der politischen Maßnahmen auf diesem Gebiet geschaffen. Regional sind die Vizegouverneure der Provinzen zu Energiebeauftragten ernannt worden, unter deren Leitung Energieeinsparungsmaßnahmen in den Provinzen umgesetzt werden.

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